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11.04.2002
 

E-Commerce

Am liebsten per Nachnahme

Drei von vier digitalen Bezahlsystemen werden in den nächsten drei Jahren das Zeitliche segnen, meint eine aktuelle Studie. Der Online-Kunde hat keine Lust auf Online-Bezahlung - und setzt stattdessen auf "klassische" Methoden.

Der Postbote, Deutschlands beliebtestes analoges Zahlungssystem

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Auf wenig Akzeptanz beim Bundesbürger stößt das elektronische Bezahlen im Internet oder per Handy: Zwei von drei Kunden verweigern sich den neuen Methoden und begleichen ihre Rechnung weiterhin auf herkömmliche Weise. Auch bereits etablierte Systeme wie Geldkarte, Paybox oder Kreditkarte werden nur von einer Minderheit der Verbraucher bei Einkäufen in der digitalen Welt eingesetzt.

So ist es bislang auch keinem Anbieter gelungen, einen Marktanteil von mehr als drei Prozent zu erringen. Ein Teufelskreis, ist doch die ausreichende Verbreitung eines Zahlungssystems für mehr als die Hälfte der Shopping-Fans die Grundvoraussetzung für den Umstieg, hat nun eine von der Unternehmensberatung Mummert + Partner begleitete Untersuchung der Universität Karlsruhe ergeben. Ob Kreditkartennummer, Lastschrift, Geldkartenlesegerät, Handy oder Prepaid-Karte - bislang erfüllt kein System die Anforderungen von Kunden, Banken und Händlern, dementsprechend wird auch keins flächendeckend akzeptiert. Aus diesem Grund werden innerhalb der nächsten drei Jahre voraussichtlich drei von vier Bezahlsystemen mangels Erfolg eingestellt, so die Analysten.

Dabei lägen die Anforderungen beim digitalen Bezahlen klar auf der Hand: Der Kunde will Sicherheit, eine hohe Verbreitung und keinen unnötigen Aufwand wie die Installation einer speziellen Software. Der Händler verlangt so wenig Zahlungsausfälle wie möglich, geringe Gebühren und eine hohe Verbreitung. So sehen das auch die Banken. Sie wollen das digitale Bezahlen außerdem an schon gängige Zahlungsmittel wie etwa die Kreditkarte koppeln.

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