Hässliches Haus, gute Adresse: Das State Department - das amerikanische Innenministerium - versendet angeblich Klez-Würmer
Die Kosten von Klez zu beziffern, dürfte schwer werden: Das Virus geht in einigen Varianten um, mal schädlich, mal weniger schädlich. Massenausfälle verursachte der Wurm nicht - dafür aber geht er immer mehr Menschen ganz schön auf die Nerven.
Und das nicht etwa, weil er ihr E-Mail-Postfach endlos überschwemmte: Wer in den letzten Wochen seinen Virenscanner auf Vordermann brachte, dürfte relativ sicher sein. Nein: Häufiger als die Virenmail selbst erreichen viele Nutzer Benachrichtigungs-, Warn- und Drohbriefe, von ihrer Mailadresse ausgehend würde das Virus verschickt.
Das geht hin bis zur Einleitung rechtlicher Schritte: Was für ein kostspieliger Spaß, einem Richter erklären zu müssen, dass Klez Identitäten einfach annimmt. Der Beweis? Ist kaum je zu erbringen.
Klez muss ein System überhaupt nicht befallen, um sich in seinem Namen zu verbreiten: Das Virus greift "seine" Identitäten in den Eingangs-Postfächern befallener Rechner ab. Es macht also die Absender von E-Mails, die der Besitzer eines betroffenen Rechners bekommen hat, zu Versendeadressen.
Wie lästig, nervig, mitunter peinlich so was sein kann, das stellt heute das US State Department fest: Das durfte sich in einer öffentlichen Mitteilung von einer in seinem Namen verbreiteten Virenwelle distanzieren.
Die Klez-Variante "H" und die von ihr mitverteilten "Elkern"-Viren machen zurzeit etwa 80 Prozent des weltweiten Virenverkehrs aus - mehr als ein Monat nach dem ersten Auftreten und der Veröffentlichung wirksamer Virenfilter.
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