Als Yameen Bakth, Umweltminister von Bangladesch, vor die Presse trat, diktierte er den anwesenden Medienvertretern eine ganze Reihe von Konjunktiven in die Blöcke. Nichts genaues wisse man. Sicherlich, es gebe nur Hinweise, aber immerhin wäre es doch möglich, dass Handys den Hirnen Heranwachsender Schaden zufügen könnten. Besser sei es da, meinte Bakth, präventiv ein Verbot auszusprechen: Bangladesch bereitet nun ein Gesetz vor, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren den Gebrauch von Mobiltelefonen verbietet - und mag damit einen Trend einleiten.
Die Proteste der Industrie folgten umgehend, die Handy-Betreiber fürchten um ihre Umsätze. Weltweit sind es gerade die Jüngsten, die mobil telefonieren und SMS'en, als gäbe es kein Morgen. Die damit möglicherweise verbundene Gesundheitsgefährdung alarmierte bereits in etlichen Ländern Ärzte, Technik-Experten, Politiker und Erzieher, die hier und da entsprechende Empfehlungen erwirken konnten, Heranwachsenden Handys vorzuenthalten. Zu einer gesetzlichen Regelung ist es dagegen bisher nirgendwo gekommen.
Attraktive Zielgruppe: Die Industrie hat sich längst auf den Handymarkt der Allerkleinsten eingeschossen
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