Berlin - Die "High Altitude Platforms" (Haps) sollen als Sender und Empfänger für elektromagnetische Wellen dienen und auf diese Weise auch in abgeschiedenen Landstrichen gute Internet-Verbindungen ermöglichen.
Das hauptsächlich von der Europäischen Union unterstützte Projekt wird federführend von der York University in England vorangetrieben; zu den 14 Partnern gehört das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln. Als Träger der Relaisstationen sind unbemannte, solargetriebene Fluggeräte - ähnlich dem US-Modell "Pathfinder" - oder Luftschiffe vorgesehen.
So sollen die Haps dauerhaft in einer Höhe von 20 Kilometern schweben. Der Radius für Empfangen und Senden wird auf der Erdoberfläche jeweils etwa 32 Kilometer betragen. Bereits in vier Jahren, hoffen die Forscher, ist die Technik so weit, dass die entlegenen Winkel Europas überstrahlt werden.
Der Betrieb wird als weitaus günstiger eingeschätzt als der Einsatz von Satelliten. Techniker schwärmen daher schon länger von Haps: Auch über Gebieten, die schon mit Kabeln und Sendemasten ausgestattet sind, soll das fliegende Internet den Dienst aufnehmen, weil es schnellere Verbindungen ermöglicht.
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