Apple-Fans blicken gebannt Richtung San Francisco: Am Montag beginnt dort die Macworld Expo, die größte jährliche Novitätenshow des Computerkonzerns. Bis zum 14. Januar wird im Moscone Center das Neueste aus dem Apple-Universum vorgestellt. Welche neuen Produkte Apple-Gründer Steve Jobs am Dienstag um 18 Uhr deutscher Zeit in seiner Keynote enthüllen wird, darüber wird wie jedes Jahr reichlich spekuliert - und wie immer ist Apple nicht erfreut über das Gerede in den Fan-Foren.
Diesmal geht der Konzern sogar juristisch gegen schwatzhafte Geheimnisträger vor: Nach Berichten des US-Newsportals CNet hat der Apple Klage eingereicht gegen die Unbekannten, die der Apple-Gerüchteküche ThinkSecret vertrauliche Informationen zugespielt hatten. Dort war von einem Billig-Mac für 499 Dollar berichtet worden, der angeblich auf der Ausstellung präsentiert werde. Hinter dem Codenamen C88 soll sich ein preiswerter Einsteigercomputer mit G4-Prozessor und 1,25 Gigahertz verbergen, der ohne Monitor und in einem extrem flachen Gehäuse ausgeliefert wird. Der Artikel enthalte "zahlreiche vertrauliche Details über die technischen Ressourcen von Apples noch unveröffentlichtem Computer", heißt es laut CNet in der Klage. Durch Apples Reaktion erhalten die Gerüchte um den Billig-Mac indes zusätzliche Glaubwürdigkeit.
Gerüchte um Textverarbeitung und Flash-iPod
Außerdem will Think Secret von einem neuen Office-Produkt aus dem Hause Apple erfahren haben. Es soll aus einer neuen Textverarbeitung namens Pages und einer überarbeiteten Version des Powerpoint-Konkurrenten Keynote bestehen. Ob auch eine Tabellenkalkuation enthalten sein wird, ist unklar. Und noch mehr Konjunktive, denn ebenso hartnäckig wie unbestätigt sind die Gerüchte um einen neuen iPod mit Flash-Speicher. Der mp3-Player soll mit einem Gigabyte Speicher erhältlich sein und 149 Dollar kosten. Als wahrscheinlich wird auch eine 2-GB-Version für 199 Dollar gehandelt. Um den iPod Mini gegen die Konkurrenz aus dem eigenen Haus zu wappnen, werde dessen Speicher von vier auf fünf Gigabyte aufgestockt, heißt es. Apple Insider berichtet außerdem von einem neuen Audio-Interface, über das man künftig Musikinstrumente via FireWire-Schnittstelle an die Apple-Musik-Software GarageBand anschließen könne.
Niemand weiß, ob diese Produkte der Phantasie der Apple-Fans entspringen und ob sie tatsächlich vorgestellt werden. Aber eines ist sicher: In den nächsten Stunden wird die Gerüchteküche weiter hochkochen.
Angelika Unger
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