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30.07.2005
 

Strafvollzug

Störsender soll Handys im Knast blockieren

Handys hinter Gittern sind im Strafvollzug höchst ungern gesehen. Mit Hilfe von Störsendern will der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll künftig die unerlaubte Nutzung von Mobilfunk in den Justizvollzugsanstalten unterbinden.

Justizvollzugsanstalt (in Brandenburg): Handys sind Sicherheitsrisiko
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AP

Justizvollzugsanstalt (in Brandenburg): Handys sind Sicherheitsrisiko

Hamburg - "Letztendlich kann die unerlaubte Handy-Nutzung nur wirksam durch die Störung der Mobilfunkfrequenzen betrieben werden", sagt Goll dem SPIEGEL. Bislang ist der Betrieb von Handy-Blockern nach dem Telekommunikationsgesetz unzulässig. Deshalb will Baden-Württemberg nun eine entsprechende Initiative im Bundesrat zur Änderung der Vorschrift einbringen.

Zwar ist der Betrieb von Mobiltelefonen in den deutschen Knästen aus Sicherheitsgründen verboten, doch trotz sorgfältiger Kontrollen werden immer wieder Handys zu den Inhaftierten hineingeschmuggelt. So versuchen Gefangene zunehmend, mit Hilfe der Geräte kriminelle Geschäfte wie etwa den Drogenhandel oder auch Ausbrüche zu organisieren.

Bisher setzten die Behörden gegen den Handy-Missbrauch sogenannte "Mobi-Finder" ein. Der Nachteil der Geräte: Sie funktionieren nur, wenn die Telefone in Betrieb sind. Eine vollständige Verhinderung der heimlichen Kommunikation ist so nicht möglich.

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