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01.08.2005
 

Hackertreffen Defcon

WLAN funkt 200 Kilometer weit

Einen neuen Rekord für Funknetzwerke haben Studenten aus Ohio aufgestellt. In der Wüste von Nevada überbrückten sie 200 Kilometer; als Antennen dienten 3,5 Meter große Satellitenschüsseln.

Parabolantenne: Funkte neue Rekordstrecke
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wifi-shootout.com

Parabolantenne: Funkte neue Rekordstrecke

"Loaded for a Bear" (Bereit zur Bärenjagd) - so lautete das Motto der vier College-Studenten des Teams "iFiber Redwire" aus Ohio. Beim "Wifi Shootout Contest" in der Wüste bei Las Vegas wollten sie mit geballter Power einen neuen Rekord für das Funknetzwerk WLAN aufstellen. Wie früher, als Jäger ihr Gewehr mit der größten, gefährlichsten Munition luden, um Bären zu erlegen, griffen auch die vier Studenten nach größtmöglichem Gerät.

3,5 Meter groß waren die beiden Satellitenschüsseln, die das Team auf zwei Bergen in der Wüste Nevadas aufgestellt hatte. Laut der Ausschreibung des Wettbewerbs durften nur handelsübliche WLAN-Karten zum Einsatz kommen. Deren Sendeleistung reicht normalerweise nur für einige hundert Meter.

Mit größeren Antennen lässt sich jedoch noch einiges mehr an Strecke herausholen. 200 Kilometer weit übertrugen die WLAN-Bastler das Signal - ein neuer Weltrekord. Das Team erreichte nach Angaben der Wettbewerbssite die volle Datenrate von 11 Megabit pro Sekunde.

Die umgebauten Parabolantennen waren an einem Gerüst montiert; Teile der Ausrüstung hatte sich das Team eigens zusammengeschweißt. Ursprünglich wollten die vier Studenten sogar 300 Kilometer weit funken. Mit dem neuen Rekord von 200 Kilometern dürften sie trotzdem zufrieden sein - der bisherige lag bei 90 Kilometern.

Für den Heimanwender kommen die verwendeten WLAN-Antennen allerdings kaum in Frage. Um die volle Datenrate zu erreichen, muss das Wetter mitspielen. Außerdem ist eine ungestörte Sichtverbindung zwischen den beiden Parabolantennen erforderlich.

Auf der Defcon - Motto: "Das größte Underground Hacking Event der Welt" - ging es aber nicht nur um Computertechnik allein. Auch guttemperiertes Bier empfanden die Angereisten als echte Herausforderung. So wurde in diesem Jahr nach Apparaten Marke Eigenbau gesucht, mit denen man das beliebte Gesöff binnen kurzer Zeit von Zimmertemperatur auf knapp vier Grad Celsius herunterkühlen kann.

Um das übergeordnete Ziel - genießbares Bier - zu erreichen, griffen die Tüftler zu radikalen Methoden: haufenweise Eis, Eis mit Wasser gemischt oder aber flüssiger Stickstoff. In den tauchte ein Teilnehmer ein Stück aufgerolltes Metall, um es anschließend in einem Glas lauem Bier zu versenken Doch so richtig gut funktioniere das nicht, berichtete einer der Bierkühler hinterher.

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