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30.08.2005
 

Hochauflösendes Fernsehen

ProSieben und Sat.1 senden ab Oktober HDTV

Von Holger Dambeck

Am 26. Oktober wollen die Privatsender ProSieben und Sat.1 ihr Programm zusätzlich in hoher Auflösung ausstrahlen - kostenlos über den Satelliten Astra. Wie hoch der Anteil von HD-Sendungen sein wird, ist unklar. Inhalte in normaler Auflösung werden aufwärts konvertiert.

HDTV: Ab Oktober auch im Free-TV
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DPA

HDTV: Ab Oktober auch im Free-TV

Es geht voran in Sachen HDTV. Nicht nur Pay-TV-Anbieter Premiere will demnächst in der hohen Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln senden - ab November sind drei Kanäle geplant. Auch ProSieben und Sat.1 wollen beim Fernsehen der Zukunft mitmischen und Premiere sogar die Show stehlen: Bereits am 26. Oktober soll der Startschuss für Sat.1 und ProSieben in HD-Auflösung fallen.

Die beiden Free-TV-Programme sollen künftig zusätzlich zur Standard-Auflösung auch mit 1920 mal 1080 Bildpunkten ausgestrahlt werden, sagte Unternehmenssprecherin Katja Pichler SPIEGEL ONLINE. Sat.1 HD und ProSieben HD würden gebührenfrei und zunächst nur über Astra-Satellit verbreitet. Man verstehe diese Initiative als Beitrag zur Weiterentwicklung des Mediums Fernsehen.

"Die ProSiebenSat.1-Gruppe war das erste deutsche TV-Unternehmen, das einzelne Sendungen in dem hochauflösenden Format ausgestrahlt hat", sagte Guillaume de Posch, der Vorstandsvorsitzende von ProSiebenSat.1. "Ich freue mich, dass wir nun auch die ersten sind, die mit HDTV in den Regelbetrieb gehen."

ProSieben hatte seit Herbst 2004 bereits einige Programme in High Definition ausgestrahlt, unter anderem die Spielfilme "Spiderman", "Men in Black II" oder "Panic Room" , und die Sondersendung "Galileo-Spezial: Das Sakrileg". Sat.1 zeigte den Zweiteiler "Die Nibelungen" in HDTV.

Auch wenn ProSiebenSat.1 jetzt zwei HD-Kanäle ankündigt, ist nicht damit zu rechnen, dass rund um die Uhr in HD-Qualität gesendet wird. Dazu mangelt es schlicht an Material. "Ich kann Ihnen keine Quoten für den Anteil von HD-Sendungen nennen", sagte Sprecherin Pichler. "Wir werden alles in HD senden, was in HD verfügbar ist."

Sendungen in normaler PAL-Auflösung (720 mal 576 Pixel) sollen laut Pichler "aufwärts konvertiert" werden, also nach oben skaliert. Dadurch werde zwar keine HD-Qualität, aber immerhin DVD-Qualität erreicht, sagte die Sprecherin.

Dass Sat.1 HD und ProSieben HD wenige Tage vor den Premiere-Kanälen starten, ist laut Pichler eher Zufall. Anlass für den Programmlaunch seien die Ende Oktober stattfindenden Münchner Medientage.

Zum Empfang wird ein Decoder benötigt, der das Video-Kompressionsformat H.264 unterstützt. In Frage kommen auch HD-Receiver von Premiere, allerdings senden Sat.1 HD und ProSieben HD unverschlüsselt.

Der Fernseher muss laut Pichler das Logo "HD ready" tragen. Es besagt unter anderem, dass das Gerät mindestens eine Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln besitzt. Der wohl wichtigste Punkt bei "HD ready" ist jedoch der Kopierschutz. Hochauflösende Bilder werden vom TV-Decoder nur in verschlüsselter Form an den Fernseher ausgegeben, um das unerlaubte Kopieren zu erschweren. Um überhaupt ein Bild anzeigen zu können, muss der Fernseher deshalb die sogenannte HDCP-Verschlüsselung verstehen.

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