T-Mobile wolle sich mit betroffenen Kunden in Verbindung setzen und den Schaden regulieren, sagte ein Unternehmenssprecher am Freitag. Der Fehler trete bei den Smartphones MDA und SDA auf.
Einige Kunden berichteten sogar von der zehnmaligen Berechnung einer einzigen SMS, hieß es in einem Bericht des Hessischen Rundfunks. Schuld an der Abrechnungspanne sei die Texteingabehilfe. Das Einfügen eines Apostrophs zum Beispiel bewirke, dass die SMS statt der regulären 19 Cent bis zu 80 Cent koste. Vier Jahre lang sei unerkannt geblieben, dass die Software bei einigen Sonderzeichen Fehler verursache.
Der Unternehmenssprecher kündigte an, T-Mobile werde sich per SMS oder Rechnungsbeilage mit den betroffenen Kunden in Verbindung setzen und ihnen eine Entschädigung anbieten. Viele Kunden hätten die teuren Kurznachrichten nicht bemerkt, weil diese in ihren Abrechnungen nur als Sammelposten auftauchten.
Dass der Fehler erst jetzt gefunden worden sei, sei "ärgerlich". Allerdings sei den Betroffenen nur geringer wirtschaftlicher Schaden entstanden. Nach Berechnungen von T-Mobile habe ein betroffener Nutzer Anspruch auf eine Entschädigung von 2,50 Euro im Monat. Die Zahl der Nutzer eines MDA oder SDA bezifferte der Sprecher auf 106.000. Davon würden aber viele auf die SMS-Funktion verzichten und stattdessen E-Mails verschicken.
Als Grund für die Panne nannte der Sprecher zusätzlichen Speicherbedarf bei der Nutzung von Sonderzeichen in einer SMS. Statt wie gewohnt 160 Zeichen stünden dann nur noch 70 zur Verfügung. Beim 71. Zeichen werde dann eine zweite Nachricht als verkettete SMS verschickt. Abhilfe schaffe vorerst nur das Abstellen der Sonderzeichen, hieß es. Einige SMS würden dann aber nur verstümmelt verschickt.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Tech | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH