Den Siegeszug, den die Informationstechnik in den vergangenen Jahren nahm, erlebte Konrad Zuse nur noch ansatzweise. Dass mittlerweile in Autos, digitalen Videorecordern und Telefonen leistungsfähige Computerchips stecken, hätte sich der Ingenieur aus Berlin wohl kaum träumen lassen, als er 1941 den ersten funktionierenden Digitalrechner baute.
Erfinder Zuse: Baute 1941 den ersten Computer der Welt
"Er hatte eine Vision: Er wollte ein Maschine, die kein anderer hat", erinnert sich Horst Zuse, der Sohn des Erfinders. Der Vater Konrad wurde 1910 geboren und studierte zunächst in Berlin Maschinenbau und Architektur, später dann Bauingenieurwesen.
Bereits während seines Studiums habe sein Vater die Idee einer Rechenmaschine entwickelt, sagte Zuse Junior der Nachrichtenagentur dpa. Es sei ihm darum gegangen, Ingenieure von der monotonen und mühseligen Arbeit des Rechnens zu befreien.
1938 entstand Z1, zwei Jahre später Z2 - ein Rechner, der mit Telefonrelais arbeitete. 1941 folgte dann Z3. Zuse entwickelte noch während des Kriegs Z4. Kontakte zu Computerpionieren in den USA und Großbritannien hatte er wegen des Kriegs keine.
1949 gründete der Ingenieur in Hessen die Zuse KG, um Computer industriell zu bauen. Das Unternehmen beschäftigte zeitweilig über 1000 Mitarbeiter. Der erste Serienrechner der Welt, der Z22, war ein Produkt der Zuse KG.
Zuse war nicht nur Erfinder des Computers, von ihm stammt auch die erste universelle Programmiersprache "Plankalkül". Sein wissenschaftliches Erbe verwaltet die Konrad-Zuse-Gesellschaft. Der Chaos Computer Club wollte Zuse sogar zum Ehrenmitglied ernennen, doch der Ingenieur starb vor dem Chaos Communication Congress 1995.
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