Sonntag, 22. November 2009

Netzwelt



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30.01.2006
 

Toshiba-Angebot

Notebook inklusive WM-Ticket

Wer bislang noch keine Karte für die Fußball-WM ergattert hat, könnte den Kauf eines Laptops in Erwägung ziehen. Beim neuen Toshiba-Modell Qosmio G30 ist das Ticket nämlich inklusive. Der Preis des Mobil-PCs mit 17-Zoll-Bildschirm und DVB-T-Empfänger steht noch nicht fest.

Heutzutage wird alles mit jedem "gebundelt", wie es im schönen Marketingsprech heißt: das Zeitungsabo mit der Designerlampe, das neue Auto mit Tankgutscheinen oder der Handyvertrag mit einem Laptop.

WM-Arena in Frankfurt: Eintrittskarte im Bundle mit Laptop
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DPA

WM-Arena in Frankfurt: Eintrittskarte im Bundle mit Laptop

Toshiba hat heute auf der Cebit-Preview in Hamburg eine neue Variante eines solchen Koppelgeschäfts vorgestellt. Das Unternehmen verkauft demnächst sein neues Notebook Qosmio G30 zusammen mit einer WM-Eintrittskarte. Als offizieller WM-Sponsor besitzt Toshiba ja einige tausend der gefragten Karten und will sie nun als Anhängsel neuer Hardware unters Volk bringen. Womöglich keine so schlechte Idee - viele Fußballfans sind bei den Ticket-Verlosungen leer ausgegangen.

Das Angebot hat allerdings seine Tücken: Der Preis steht noch nicht fest, und zudem darf man sich als Käufer keinesfalls ein Spiel aussuchen. "Die Karten sind für ein Vorrundenspiel", sagte Toshiba-Manager Ulrich Jäger heute in Hamburg, sie würden vom Unternehmen zugeteilt.

Das WM-Vorrunden-Notebook ist technisch durchaus attraktiv: Tuner für DVB-T und analoges TV-Kabel sind eingebaut. Zum Fernsehen und zum DVD-Anschauen muss der Rechner nicht einmal hochgefahren werden - es gibt eine "instant on"-Funktion, wie Jäger erklärte. Das 17-Zoll-Display im 16:9-Format sei sehr hell und erreiche 500 Candela je Quadratmeter. Darunter leidet jedoch die Akkulaufzeit, die nach Jägers Angaben unter zwei Stunden liegt.

Eine Besonderheit sind die zwei eingebauten 100-Gigabyte-Festplatten. Diese könnten entweder als Raid-System mit besonders schnellem Datenzugriff genutzt werden. Genausogut könne die zweite Festplatte die erste Platte spiegeln und so die Datensicherheit erhöhen.

Tschüs Plasma!

Auf der Cebit-Preview verkündete Toshiba außerdem den Abschied von Plasma- und Röhrenfernsehern. Das letzte Plasma-Modell wurde in diesen Tagen produziert, im März soll das Aus für die Röhre folgen. Die Herstellung von Rückprojektionsgeräten hatte Toshiba bereits im Dezember eingestellt.

Künftig werde sich das Unternehmen auf LCD-Fernseher konzentrieren, sagte der zuständige Manager Sascha Lange. Die Bildqualität sei mittlerweile vergleichbar mit Plasma. Zudem seien LC-Displays länger haltbar. Auch der im Vergleich zu Plasmageräten geringe Energieverbrauch habe bei der Entscheidung eine Rolle gespielt.

Einen weiteren, nicht unbedeutenden Grund, stellt die neue Rücknahmepflicht für Elektroschrott dar. Da die Unternehmen laut Lange die Entsorgung pro Kilogramm bezahlen müssen, verursachten Röhren- und Plasmageräte besonders hohe Kosten.

Holger Dambeck

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