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05.04.2006
 

Hardware-Revolution

Apple öffnet Mac-Rechner für Windows

Ganz beiläufig hat Apple ein Produkt ins Netz gestellt, das den weltweiten Hardware-Markt durcheinander wirbeln dürfte: Eine spezielle Software erlaubt es jetzt, ganz offiziell ein Windows-Betriebssystem auf Intel-Macs zu installieren. Fans werden verzweifeln - aber Apple vergrößert auf einen Schlag seinen eigenen Markt.

Apple Mac mit Intel-Kern: Jetzt auch mit Windows statt Mac OS
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Apple Mac mit Intel-Kern: Jetzt auch mit Windows statt Mac OS

Es kommt nicht oft vor, dass man die Veröffentlichung einer Software mit Fug und Recht als Sensation bezeichnen kann - doch Apple hat heute eine geliefert: Mit "Boot Camp" macht das Unternehmen die Parallel-Installation von Windows auf neuen Macs möglich.

An der Aufgabe, die neuen Intel-Chip-basierten Macs mit einem Windows XP zu belegen, bissen sich seit Wochen diverse Hacker die Zähne aus: Obwohl theoretisch möglich, wollte keine praktische Umsetzung so recht gelingen. Jetzt landete Apple den Scoop - und schockt die Welt der Appleaner mit einem von niemandem vorausgesehenen Schritt: Apple selbst sorgt dafür, dass Windows XP auf den neuen Macs läuft.

Strategisch ist das äußerst klug, denn bisher ging noch jede Software-Lösung, mit der Windows-Programme auf Macs zum Laufen gebracht wurden, auf Kosten der Leistung. Jetzt soll man mit "Boot Camp" Mac OS und Windows parallel installieren können - und so in den Genuss der besten Seiten beider Rechnerwelten gelangen. Was für ein Argument für Apples "Switch"-Kampagnen, mit denen Microsoft-Nutzer zum Wechsel überredet werden sollen. Für den Verkauf der neuen Intel-Macs könnte das Wunder wirken.

Bisher liegt Boot Camp als Public-Beta-Version vor, der Download ist knappe 83 MB groß. Anwender, die über eine Microsoft Windows XP Installations-CD verfügen, können mit Boot Camp Windows XP auf einem Intel-basierten Mac installieren und nach Abschluss der Installation entscheiden, ob sie nach einem Neustart ihres Computers Mac OS X oder Windows XP verwenden wollen. Boot Camp, erklärt Apple dazu, sei ein reguläres Feature von "Leopard", der nächsten großen Version von Mac OS X, die auf der Worldwide Developer Conference (WWDC) im August erstmals gezeigt werden wird.

Vom wahren Glauben sei Apple aber nicht abgefallen, versichert Philip Schiller, Marketing-Manager bei Apple, in einer Pressemitteilung des Unternehmens: "Apple hat weder den Wunsch noch die Absicht, Windows zu verkaufen oder zu unterstützen. Da wir jetzt aber Intel-Prozessoren einsetzen, haben viele Kunden ihr Interesse bekundet, Windows auf der überlegenen Hardware von Apple laufen zu lassen. Wir denken, dass Boot Camp es für Windows-Anwender noch verlockender machen wird, auf den Mac zu wechseln."

Da könnte er richtig liegen. Boot Camp, sagt Apple, vereinfache die Installation von Windows auf einem Intel-basierten Mac durch einen einfachen grafischen Schritt-für-Schritt-Assistenten, um eine zweite Partition auf der Festplatte für Windows einzurichten, eine CD mit allen nötigen Windows-Treibern zu brennen und Windows von der Windows XP Installations-CD zu installieren. Nach Abschluss der Installation könnten Anwender wählen, ob sie nach einem Neustart Mac OS X oder Windows einsetzen wollen.

Auswahlbildschirm: Welches Betriebssystem hätten Sie denn heute gern?

Auswahlbildschirm: Welches Betriebssystem hätten Sie denn heute gern?

Die Public Beta von Boot Camp steht bereits unter www.apple.com/macosx/bootcamp zum Download zur Verfügung und ist als Preview-Software zum Ausprobieren für eine begrenzte Zeit lizenziert. Die finale Version von Boot Camp wird als Feature der nächsten Mac OS X Version 10.5 "Leopard" verfügbar sein. Die Vorab-Veröffentlichung als Beta ist offenbar als Geschenk an die Fan-Gemeinde gedacht und wohl eine Reaktion auf die Bemühungen der Apple-Community, Windows XP auf die Intel-Macs zu "hacken". Apple bietet keinen Support für die Installation und den Betrieb von Boot Camp.

Für den Einsatz von Boot Camp benötigt man einen Intel-basierten Mac mit USB-Tastatur und Maus oder eingebauter Tastatur und TrackPad. Weitere Voraussetzungen sind Mac OS X Version 10.4.6 oder neuer, das aktuellste Firmware-Update, mindestens 10 GB freier Festplattenplatz auf dem Startvolume, ein CD- oder DVD-Rohling sowie eine Installations-CD von Windows XP Home Edition oder Professional mit Service Pack 2 oder neuer.

pat

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08.04.2011 von maleficium:

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23.03.2011 von Hagbard: .

Erklärt sich das nicht von selbst? Sie haben ein ungefähres Anforderunsprofil für einen Rechner beschrieben. Wenn ein Anbieter so etwas im Angebot hat, sind Sie Teil der Zielgruppe für dieses Angebot. Wenn nicht, dann nicht. mehr...

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