Dass sich Büroarbeiter körperlich "nicht kaputt" machten, ist eine weit verbreitete Mär. Tatsächlich holen sich gerade PC-Arbeiter durch stundenlange, fast Bewegungslose Fehlbelastungen mit unnatürlichen Körperhaltungen so manches Zipperlein, das die Lebensqualität gehörig einschränken kann. Besonders verbreitet: Bandscheibenprobleme durch falsche Körperhaltung - und der "Mausarm", den viele Mediziner erst jetzt als echtes Problem erkennen.
Finger weg und Pause machen: Eines der einfachen Rezepte gegen "Mausarm"
Machen sich Schmerzen bemerkbar, helfen in der Regel Dehnübungen.
"Dazu sollte man den betroffenen Arm ausstrecken, die Hand locker lassen und sie mit der anderen Hand zum Körper heranziehen", erklärt der Orthopäde. "Dann ist ein Ziehen kurz vor dem Ellbogen zu spüren." Bei akuten Schmerzen empfiehlt der Arzt, Pausen während der Arbeit einzulegen und die Übungen jede Stunde fünf Minuten lang auszuführen.
"Bei 80 Prozent aller Patienten verschwinden die Schmerzen dadurch nach kurzer Zeit."
Bringen die Dehnübungen keine Linderung, kann der Arzt Ultraschall-Anwendungen, Krankengymnastik oder eine Stoßwellentherapie verordnen. "Die Behandlung ist bei manchen Patienten leider sehr langwierig. In einigen Fällen muss sogar operiert werden", erläutert der Mediziner.
Um einen Mausarm zu verhindern, empfiehlt Eichhorn auch gesunden Büroarbeitern regelmäßiges Dehnen. "Zur Prävention reicht es, die Übung ein bis zweimal pro Woche auszuführen." Zudem helfe es, auf dem Schreibtisch einiges umzustellen. "Die Maus sollte zwischen Tastatur und Körper positioniert werden. Dann wird der Arm bei der Arbeit nicht mehr so sehr überstreckt, und die Gefahr für einen Mausarm sinkt."
pat/ddp
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