Nur wenige Banken bieten ihren Kunden im Netz angemessene Sicherheitsstandards, wie eine Untersuchung des Fraunhofer Instituts im Auftrag des Magazins "Capital" ergab. Testsieger war die Deutsche Bank mit 25 von maximal 31 erreichbaren Punkten. Das Online-Angebot der Postbank erhielt 24 Punkte, das der Commerzbank 23 Punkte und der Berliner Volksbank 22 Punkte. Die drei Anbieter wurden ebenfalls mit "gut" bewertet. Ein "sehr gut" erreichte kein einziges Online-Banking-Angebot.
Bei 16 von 20 Banken stellte das Fraunhofer Institut für Sichere Informationstechnologie Mängel in punkto Technik und Informationsqualität fest. 40 Prozent der getesteten Banken erreichten nicht einmal die Hälfte der zu vergebenen Punktzahl. Die Onlineangebote von Cortal Consors, SEB und die Volkswagen Bank kamen sogar nur auf ein Drittel der möglichen Punkte und die Note "mangelhaft".
"Viele Institute lassen ihre Kunden mit den Gefahren allein", erklärte Testleiter Sven Türpe. "Die Kostenersparnis, die Geldhäuser dank Online-Banking erzielen, wird nicht vorrangig in neueste Technik investiert." Besonders kritisch sieht Türpe das klassische PIN/TAN-Verfahren, bei dem sich der Kunde mit einer Identifikationsnummer (PIN) und einer variablen Transaktionsnummer (TAN) auf der Internet-Seite der Bank identifiziert. Diese Methode bewertete er als "leicht angreifbar durch Phishing oder Trojaner".
agö/AP
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