Private Fernsehsender wollen offenbar ihr Programm nicht mehr frei über Antenne ausstrahlen. Wie die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" in ihrer heutigen Ausgabe berichtet, könnten die digital über DVB-T ausgestrahlten Programme ab 2009 verschlüsselt werden. Ähnliche Pläne hegen die Privatsender auch für das digitale Satellitenfernsehen.
Andreas Fischer, stellvertretender Direktor der Landesmedienanstalt, bestätigte die Pläne gegenüber der Zeitung. Im Gespräch mit heise online erklärte er, es sei jedoch noch nicht entschieden, ob die Sender tatsächlich verschlüsselt würden.
Für die Konsumenten wäre eine solche Verschlüsselung teuer - nicht nur wegen möglicher Abo-Gebühren für die Privatsender. Bisherige DVB-T-Empfänger müssten durch neue Geräte ersetzt werden, die Smartcards zum Entschlüsseln der Programme aufnehmen können. Das mit großem Tamtam eingeführte DVB-T (Werbespruch: "Das Überallfernsehen") würde einen herben Rückschlag erleiden.
Bereits heute boykottieren Privatsender in bestimmten Regionen Deutschlands das digitale Antennenfernsehen - sie begründen die unter anderem mit den hohen Sendekosten. Vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender sträuben sich gegen eine Grundverschlüsselung.
hda
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