Der durchschnittliche PC-Nutzer schließt an die USB-Schnittstelle Maus, Tastatur oder Digitalkamera an. Und vielleicht noch seinen MP3-Player und mittlerweile Gigabytegroße USB-Sticks. Doch auch, wem beim angestrengten Arbeiten der Kaffee kalt geworden ist, findet Abhilfe mit dem USB-Tassenwärmer, der gleichzeitig noch als vierfach-Hub funktioniert. Genauso ist der Anschluss eines Miniaturventilators möglich oder der eines winzigen Staubsaugers, dessen Rüssel praktischerweise auch zwischen die Keyboard-Tasten passt.
Dass dem Ideenreichtum um den Universal Serial Bus keine Grenzen gesetzt sind, beweist ein Londoner Designshop namens Schulze & Webb. Auf der diesjährigen Sommerschau des Royal College of Art zeigten die Techniktüftler eine Art 3D-Verlängerung für Instant Messenger. An den Computer angeschlossen, erwacht eine kleine Figur, der "Availabot", jedes Mal zum Leben, wenn sich ein Chat-Buddy meldet. Hilfreich, wenn man gerade nicht vor dem Schirm sitzt und trotzdem nichts verpassen möchte.
3D-Visitenkarte
Dabei können verschiedenen Availabots die jeweiligen Daten eines anderen Chat-Buddys zugeordnet werden, was das Figürchen zu einem eigenwilligen Visitenkartenersatz macht: Einfach den eigenen IM-Screennamen auf den Availabot laden und ihn dann der gewünschten Person mitgeben (die den Availabot natürlich noch an den heimischen Computer anschließen muss). Der Visitenkartenaspekt wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass die Figürchen "personalisiert" werden können, dass heißt, ihrem jeweiligen Herrchen möglichst ähnlich sehen, soweit das bei einer wenige Zentimeter großen Figur mit Playmobil-Anmutung möglich ist.
Ein ernsthaftes Problem für Nerds stellt offenbar der Mangel an frischer Luft da. Das haben findige Hersteller von USB-Gadgets erkannt und offerieren diverse Geräte, die schlecht gelüftete, düstere Pumakäfige in Wellness-Areas verwandeln sollen. Ventilatoren gibt es bereits in diversen Varianten - auf Wunsch sogar mit LED-Beleuchtung, deren Farbe wechselt.
Mehr Frischluft, bitte!
Aber den Büromief einfach nur umherzuwirbeln, ist nicht die beste Lösung. Der Digital temperature alarm clock & USB air purifier setzt auf negativ geladene Ionen, um die Luft in Räumen bis zu neun Quadratmetern aufzufrischen. Das Gerät kann aber noch mehr: Auf der Vorderseite zeigt es Uhrzeit und Raumtemperatur an. Eine zusätzliche Alarmfunktion stellt sicher, dass man den Feierabend auch ja nicht verpasst - oder gar verschläft.
Rauchende Computernutzer (und deren nichtrauchende Kollegen) werden womöglich den USB-Aschenbecher mit Rauchabzug zu schätzen wissen. Er sieht aus wie ein Spielzeugauto und kann wahlweise auch mit Batterien betrieben werden. Zum Einschalten des USB-Aschers klappt man ihn einfach auf. Der Zigarettenrauch wird angesaugt und durch Kohlefilter geleitet - die Filter sind austauschbar. Prima Idee - jetzt fehlt nur noch ein USB-Gadget, welches das Aufhören mit dem Rauchen erleichtert.
Kurz und klein
Zum Wohlfühlen am Rechner gehören neben frischer Luft natürlich auch warme Hände. Und falls es im Büro eher frostig zugeht, kann man sich ja immer noch die USB-Wärmhandschuhe überziehen. Geheizt wird in zwei Stufen. "Super für alle, die in kalten Gegenden leben", preist die Webseite usbgeek.com die Handschuhe an. Sie lassen sich nicht nur an PCs und Macs, sondern auch an Spielkonsolen anschließen.
Ein Papierschredder am Arbeitsplatz - das unterstreicht die Bedeutung der eigenen Tätigkeit. Wer viel Vertrauliches oder gar Geheimes kleinhäckselt, der muss schließlich eine Menge Verantwortung schultern. Für 32 Dollar kann man sich den eigenen USB-Schredder an den PC hängen. Er frisst allerdings nur kleinere Formate bis A6. Empfohlen wird er deshalb vor allem für Kreditkartenbelege, Kontoauszüge und gelbe Klebezettel. Da stehen aber mitunter wichtige Sachen drauf, zum Beispiel Passwörter. Also auch eine gute Idee.
Richard Meusers/hda
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