Weder Vorstandschef Howard Stringer noch Präsident Ryoji Chubachi würden zurücktreten, teilte der japanische Elektronikkonzern mit. In Produktion, Entwicklung und Wartung seien Vorkehrungen getroffen worden, dass sich so etwas nicht wiederhole. Die Probleme hängen mit einem prinzipiellen Risikofaktor von Litium-Ionen-Akkus zusammen, aber nur Sonys Produkte sind derzeit so massiv davon betroffen. Auch andere Hersteller hatten in den vergangenen Jahren ähnliche Schwierigkeiten, allerdings nicht in derartigem Ausmaß.
Feuergefahr: Neue Akku-Sorgen für Sony
"Wir möchten die Gelegenheit nutzen, uns für die Sorgen zu entschuldigen", sagte Sony-Manager Yutaka Nakagawa und verneigte sich gemeinsam mit zwei Kollegen bei einer Pressekonferenz in einem Tokioter Hotel leicht. Die Manager verbeugten sich allerdings sitzend und nicht stehend, wie es eigentlich üblich ist für japanische Geschäftsleute, die öffentlich Fehler eingestehen. Der Konzern werde trotz der Probleme am Geschäft mit Batterien festhalten, hieß es.
Unterdessen setzten sich die Rückrufe feuergefährlicher Laptop-Akkus von Sony fort. Neben dem japanischen Elektronikkonzern selbst kündigte der Computerhersteller Toshiba am Dienstag an, mehr Batterien als bislang geplant zurückzunehmen. Sony plant nun den Rückruf von etwa 250.000 Batterien weltweit. Bislang war nur von 90.000 Stück in Japan und China die Rede gewesen.
Die Batterien werden sowohl in Sony-Computern als auch in Produkten von Dell, Apple, Toshiba und anderen Herstellern verwendet. Toshiba plant nun den Rückruf von 870.000 Batterien, das sind 40.000 mehr als bislang geschätzt. Man sei dabei, wegen des Imageschadens und potentieller Umsatzverluste Schadensersatzforderungen zu prüfen.
cis/rtr/AP
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