Von Matthias Kremp
Vier Milliarden und steigend
Der Boom der Online-Werbung hält unvermindert an. Wie die neueste Ausgabe des vom Interactive Advertising Bureau (IAB) und PricewaterhouseCoopers LLP herausgegebenen Advertising Revenue Report zeigt, wurde im dritten Quartal 2006 die Rekordsumme von 4,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Während dies gegenüber dem zweiten Quartal des Jahres nur einer Steigerung um zwei Prozent entspricht, legte der Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal 2005 um ein Drittel zu. Laut David Silverman von PricewaterhouseCoopers folgt das Wachstum damit dem Trend, dass Verbraucher mehr Zeit mit dem Internet verbringen. Für Werbetreibende sieht er zudem direkte Vorteile durch die technischen Möglichkeiten des Webs, die nicht nur interaktive Formate erlauben, sondern den Erfolg einer Kampagne auch direkt messbar machen.
Zune verkauft sich schleppend
Der Verkauf von Microsofts Zune-Player, der dem Marktführer iPod Konkurrenz machen soll, ist am gestern in den USA schleppend angelaufen. Im Musikkaufhaus Virgin Megastore nahe San Franciscos Einkaufsviertel Union Square sagte ein Verkäufer laut AFP, er wisse gar nicht, dass sein Geschäft das Abspielgerät im Angebot habe. Bis zum Nachmittag verkaufte das Kaufhaus nach eigenen Angaben einen Zune. Im Elektronikkaufhaus CompUSA wurde der MP3-Player gar nicht angeboten - es habe auch niemand danach gefragt, sagte der Geschäftsführer. "News.com" berichtet Ähnliches. Im Kaufhaus BestBuy sagten die Verkäufer laut AFP dagegen, man habe schon "eine Menge" Zunes verkauft. Offizielle Verkaufszahlen gibt es noch nicht.
Gute Aussichten für Wii
Während Sonys Playstation 3 aufgrund von Lieferproblemen und nun auch noch wegen Kompatibilitätsproblemen zu alten PS1- und PS2-Spielen permanent in der Kritik steht, setzt die Branche große Hoffnungen auf Nintendos Wii-Konsole. Offenbar geht das Konzept des Herstellers, mit dem Gerät vor allem Noch-Nicht-Spieler anzusprechen, auf. So berichtet „Joystiq“ von einem Artikel des „Time Magazine“-Autors Wilson Rothman, der das Game „Wii Sports“ in seinem Blatt als „größtes Videospiel alles Zeiten“ preist. Sollte diese Einschätzung auch nur halbwegs zutreffend sein, wir Wii ein Knalller. Denn einer Untersuchung der NPD Group zufolge, sind es nicht etwa die technischen Fähigkeiten oder gar der Preis, anhand derer potentielle Konsolen-Käufer ihre Kaufentscheidung fällen. Stattdessen geben die verfügbaren Spiele den Ausschlag. Und da könnte Nintendos Low-Tech-Konsole die Nase vorn haben. Mit 400.000 Stück will man am 2. Dezember in Japan an den Start gehen.
Ein Prozent Porno
Einer von der US-Regierung in Auftrag gegebenen Studie zufolge zeigt ein Prozent der von Google und Microsoft indexierten Websites pornografische Inhalte. Nur ein Prozent?
Fertigt Foxconn iPhones?
Nach Angaben der chinesischsprachigen "Commercial Times" hat der Elektronik-Konzern Foxconn Electronics von Apple den Auftrag zur Fertigung von 12 Millionen Apple-Handys bekommen. Das Gerücht, der iPod- und Mac-Hersteller wolle ein solches Gerät, mit dem man nicht nur telefonieren, sondern auch Musik hören kann, herstellen, geistert schon seit etlichen Jahren durch die Gazetten. Als Hinweisgeber verweist das Blatt laut „DigiTimes" auf taiwanesische Hersteller von iPod-Komponenten. Natürlich verweigerte Foxconn jeglichen Kommentar. Einen Anruf bei Apple kann man sich in dieser Sache ohnehin sparen.
AIM 6.0
Da hat man sich bei AOL aber wirklich reichlich Zeit gelassen. Vier Jahre ist es her, dass die Firma die Version 5 ihres Instant Messaging-Clients AIM veröffentlichte. Heute soll nun dessen Nachfolger mit der Versionsnummer 6 herausgegeben werden. Was der an Neuem bringt, weiß „GigaOM“. So gibt es nun die Möglichkeit, Nachrichten auch an User zu versenden, die offline sind. Zudem können Chats mitgeschnitten und archiviert werden. Interessant scheint auch die Option, Nachrichten und Hinweise auf ein Mobiltelefon umleiten zu können. Vor allem aber enthält die Software offenbar einen RSS-Reader über den sich Nachrichtenströme gezielt in die Software umleiten lassen. Bis heute morgen ist von dem derzeit noch als „Triton“ bezeichneten Update allerdings keine Spur auf der AOL-Website zu finden. Man sollte bei Interesse also im Laufe des Tages noch mal dort vorbeisurfen.
Xbox HD DVD läuft an Mac und PC
Wer sich mit dem Gedanken an die Anschaffung eines HD-DVD-Laufwerks für den Computer trägt, sollte Microsofts HD-DVD-Laufwerk für die XBox 360 in die engere Wahl ziehen. Während andere Hersteller für ihre Laufwerke, die noch nirgends zu bekommen sind, rund 400 Euro verlangen wollen, kann man das XBox-Laufwerk teilweise schon für 169 Euro bekommen. Das es tatsächlich funktioniert hat „uneasysilence“ bewiesen. Nach der Installation eines passenden Treibers konnten die Tester mit dem Gerät unter Windows XP HD-DVD-Filme betrachten. Unter Windows Vista geht der Trick sogar noch einfacher, da Microsofts kommendes Betriebssystem entsprechende Treiber bereits eingebaut hat. Für großen Staunen sorgte allerdings, dass das Laufwerk sogar von einem Mac korrekt erkannt wurde und dort klaglos DVDs, wenn auch keine HD DVDs, abspielte. Scheint so, als habe Microsoft mit dem Xbox-Laufwerk ein echtes Schnäppchen in die Läden gebracht.
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