Von Felix Knoke
Der Wirbel um das neue Apple-Handy iPhone hört nicht auf. Amazon.de bot das iPhone seit einigen Tagen bereits für 899 Euro (4-Gigabyte-Version) und 999 Euro (8-Gigabyte-Version) an - zum Vorbestellen. Wenn der Preis vor dem Erscheinungsdatum sinke, berichtet Mac Essentials, erhalte man automatisch den günstigeren Preis. Es könne sich durchaus um eine clevere Marketingaktion handeln, will die Mac-Seite von Apple erfahren haben.
Mittlerweile sind die womöglich fiktiven Preise von der Amazon.de-Seite verschwunden. Obwohl jetzt unbepreist, findet sich das Telefon in der 8-Gigabyte-Variante aber laut der Amazon-Seite weiterhin auf Platz 12 der Top-Verkaufsliste. Vorbestellen lässt sich das Musikhandy nun jedoch nicht mehr. Wer möchte, kann sich aber informieren lassen, sobald das iPhone verfügbar ist. Das wird voraussichtlich irgendwann im vierten Quartal 2007 sein. Hat da jemand bei Amazon.de kalte Füße bekommen, weil das iPhone vielleicht noch teurer werden könnte, als angegeben? Eine Amazon.de-Sprecherin sagte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE, es habe sich bei der Vorbestellmöglichkeit um eine "kurzfristige Aktion" gehandelt.
57.000 MySpace-Logins im Netz
Wohl seit gestern Abend kursieren 57.000 MySpace-Logins frei im Netz. Darunter auch viele offenbar deutsche Zugänge. Die E-Mail-Adressen mit zugehörigen Passwörtern scheinen noch zu funktionieren.
Einem Bericht von Gulli.com zufolge wurde vor kurzem das Profil des MySpace-Mitarbeiters Tom gehackt. Er wird als Standard-Kontakt in jedem neuen Profil gelistet. An seine fast 150 Millionen Default-Freunde verschickte/n der/die Hacker Phishing-Nachrichten, die möglicherweise zu den nun aufgetauchten Login-Daten führten.
Da die Quelle und der volle Umfang der Daten nicht bekannt ist, sollten alle MySpace-User ihr Passwort ändern. Auch weist Gulli.com darauf hin, dass User überprüfen sollten, wo sie ihr MySpace-Passwort sonst nutzen. Postfächer der durchgesickerten Mailadressen konnten bereits mit den zugehörigen MySpace-Passwörtern abgerufen werden.
Apple: Kostenpflichtiges Update auf 802.11n?
Neue Computermodelle von Apple werden bereits mit Hardware ausgeliefert, die den 802.11n-Standard zur drahtlosen Übertragung von Daten unterstützt. Doch laut Appleinsider und Arstechnica.com wird Apple das superschnelle W-Lan nicht mit einem kostenlosen Software-Update freischalten, wie das in anderen Anwendungen per Autoupdate geschieht.
Wer den neuen AirPort Extreme kauft, wird im Paket auch eine CD vorfinden. Darauf befindet sich die sogenannte 802.11n Enabler Software, die die 802.11n-Fähigkeiten im Core 2 Duo MacBook, dem Core 2 Duo MacBook Pro, Mac Pro mit AirPort Extreme und dem Core 2 Duo iMac (außer dem 17-Zoll, 1,83 GHz-Modell) freischaltet.
Weiter heißt es, dass alle anderen User das Update für 4,99 Dollar von der Apple-Website herunterladen müssen. Apple Deutschland will dies nicht bestätigen. Georg Albrecht von Apple gegenüber SPIEGEL ONLINE: "Apple bietet derzeit keinen Download des Enablers an. Dieser wird im Lieferumfang der AirPort Extreme Basisstation enthalten sein, die im Februar auf den Markt kommt."
Gegenüber iLounge.com erklärt ein Apple-Vertreter den angeblichen Update-Preis mit dem amerikanischen Sarbanes-Oxley-Gesetz, das Apple daran hindere, ein ursprünglich unbeworbenes Feature für eines ihrer Produkte zu verschenken. Das Gesetz wurde in Amerika als Antwort auf die vergangenen Wirtschaftsskandale erlassen und soll Firmen zu seriöser Buchhaltung zwingen, Anleger schützen und das öffentliche Vertrauen in Firmenbilanzen verbessern.
Sollte der 4,99 Dollar-Download aber doch wahr werden, stellt sich Arstechnica.com die Frage: Wenn es nur um das Gesetz geht, warum verkauft Apple das Update dann nicht für nur einen Cent?
Piratebay will Ministaat Sealand kaufen
Auf einer eigens eingerichteten Seite sucht die schwedische BitTorrent-Suchmaschine The Pirate Bay nach Investoren, um die nicht nur rechtlich umstrittene Mikronation "Fürstentum Sealand" zu kaufen. Sealand ist eine verlassene Hochsee-Plattform der britischen Marine. 1967 besetzte der Engländer Paddy Roy Bates, heute King Roy, die künstliche Insel und vermietete bis 2003 Serverräume an einen Internetdienstleister. 2006 verwüstete ein Feuer große Teile von Sealand.
King Roy sucht seitdem nach einem Investor und fand in The Pirate Bay einen Interessenten. Die Suchmaschine spielt seit einiger Zeit mit dem Gedanken, aus Schweden auszuwandern. Dort wurde ihr bislang viel Freiheit gewährt. Doch im Kreuzfeuer von Film– und Musiklobbys und der von der amerikanischen Regierung unter Druck gesetzten schwedischen Regierung ist deren rechtlicher Status in Gefahr.
Bis heute konnten die Schweden über 15.000 Dollar sammeln – jedem Spender wird eine Staatsbürgerschaft auf Sealand versprochen. Sollte das Geld nicht reichen, immerhin verlangt Sealand eine bis zu achtstellige Summe, will Pirate Bay auf einer kleinen Insel einen eigenen Staat errichten.
Wäre vielleicht auch eine bessere Idee. Sealand gilt nicht als souveräner und legitimer Staat und liegt innerhalb der britischen Hoheitsgewässer. Zudem, so Arstechnica.com, scheint die Idee, Server auf einer feuchten, salzigen Betonplattform, umgeben von Wasser und ohne externe Energiequelle zu hosten, ohnehin nicht sonderlich gut zu sein.
PCI Express 2.0 ist da
Die PCI SIG, welche die Entwicklung des PCI-Express-Standards überwacht, hat die Version 2.0 des PCI Express verabschiedet. Die neue Schnittstelle soll die Übertragungsgeschwindigkeit von 2,5 auf 5 Gigabit pro Sekunde verdoppeln – durch Kopplung mehrere sogenannter Lanes seien damit bis zu 16 Gbps möglich.
Reg Hardware berichtet, dass PCIe 2.0 mit PCIe 1.1 kompatibel bleibe und Intel bereits im nächsten Quartal mit der Produktion von PCIe-2.0-Chipsätzen begänne. Neben der erhöhten Datenrate soll der neue Standard auch mehr Interaktion zwischen Software und Schnittstelle möglich machen und energiehungrige Steckkarten besser mit Elektrizität versorgen.
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