Leserfrage von Michael Sax: Ich erlebe immer wieder das Problem, dass meine Virenerkennungssoftware eine Datei als Virus meldet. Wie kann ich sicher sein, dass sie nicht eine für den Betrieb des Rechners wichtige und notwendige Datei fälschlicherweise als Virus deklariert und ich mit dem Löschen derselben Unheil anrichte? Manchmal kann man zwar am Namen oder der Bezeichnung der Datei erkennen, dass es sich um ein Programm, oder eine harmlose Exe-Datei handelt und nicht um einen Virus, aber nicht immer ist das so einfach ersichtlich. Wie kann ich das einigermassen sicher unterscheiden?
Dirk Kollberg, McAfee: Schädlinge nutzen oft Dateinamen, die Systemdateien sehr ähnlich sind oder sogar den gleichen Namen tragen, sich jedoch in ein anderes Verzeichnis als das Original abspeichern. Sollten Sie eine Meldung von Ihrem Anti-Virus-Programm über eine infizierte Datei erhalten, die Sie schon seit langer Zeit nutzen und als sicher einstufen, sollten Sie auf jeden Fall hellhörig werden.
Wenn Sie den Verdacht auf einen Fehlalarm haben, überprüfen Sie zunächst die Webseite Ihres AV-Software-Herstellers und suchen nach einer Beschreibung des Schädlings in der Datenbank. Desweiteren können Sie eine Kopie der Datei von Ihrem Rechner auch an den Hersteller zur Untersuchung einsenden und um eine Überprüfung bitten.

Dirk Kollberg vom IT-Sicherheitsunternehmen McAfee ist Experte für die Analyse neu auftretender Viren
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