München/Berlin - In der Diskussion um den Klimaschutz wird nach Einschätzung der Berliner Strato AG bislang völlig unterschätzt, wie viel die IT-Industrie zum CO2-Ausstoß beiträgt. Deren weltweiter Energieverbrauch würde ebenso stark zur CO2-Belastung der Atmosphäre beitragen wie die Luftfahrtindustrie, sagte der Vorstandschef des Homepage-Dienstleisters.
Jede einzelne Internet-Suchanfrage über Google erzeuge Energiekosten, mit denen eine 11-Watt-Energie-Sparlampe eine Stunde lang brennen könnte. Andererseits spare die digitale Kommunikation natürlich auch CO2 ein, da sie viele Autofahrten zur Informationsbeschaffung überflüssig mache.
Die Strato AG kündigte an, die Energie für die eigenen Rechenzentren künftig CO2-neutral aus Wasserkraft im Rhein speisen zu wollen. Die auf diese Weise gewonnene Energiemenge entspreche ungefähr einem Achtel der durchschnittlichen Leistung eines Vier-Megawatt-Kraftwerks.
Verbesserungen in der Energieeffizienz spielten ebenfalls eine große Rolle: Das Unternehmen selbst habe bei Servern, Computerchips und Kühlung den Energieverbrauch pro Kunden binnen 18 Monaten um 30 Prozent gesenkt.
ssu/ddp
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