Von Felix Knoke
Sollte sich der Formatkrieg zwischen HD-DVD und Blu-ray nicht bald auflösen, könnten sich die Video-on-Demand-Portale (VoD) als lachender Dritter entpuppen. Denn auch immer mehr VoD-Firmen setzen auf hochauflösende Filme. Bei T-Online ist diese Dienstleistung ab 99 Cent pro Kurzfilm und ab 2,99 Euro für 24 Stunden zu haben - eine sehr schnelle DSL-Verbindung, einen HD-Fernseher und das Windows Media Center vorausgesetzt.
Das gelbe vom Ei sind die VoD-Angebote allerdings noch nicht: Das Marktforschungsinstitut Facit Digital nahm sich in einer qualitativen Studie der Benutzerfreundlichkeit verschiedener Angebote an. Das Ergebnis: Die Vorteile einer online verfügbaren Filmauswahl gegenüber einer klassischen Videothek werden bislang kaum ausgespielt.
Neue Formen der Kommunikation, des Suchens und der sozialen Interaktion, die nur online möglich sind, werden schlichtweg ignoriert. "Aktuell besteht die Gefahr, dass die VoD-Anbieter ihre Klientel zurück in die Videothek um die Ecke treiben", fasste Christian Bopp, Geschäftsführer von facit digital, die Studie in einer Präsentation für die ZDF Medienforschung zusammen. Diese Zusatzangebote gibt indes schon heute - bei illegalen Angeboten wie P2P-Tauschbörsen.
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