Von Konrad Lischka
In Las Vegas zählt die Show, und die lief 2005 schlecht für Bill Gates. Der Microsoft-Boss wollte zum Auftakt der IT-Messe "Consumer Electronics Show" (CES) in der Kasinostadt 4000 Zuschauern zeigen, wie reibungslos das Wohnzimmer-Windows läuft. Doch dann muckte die Software.
Diese Digitalkamera schickt Fotos drahtlos zum Windows-Rechner, verspricht Gates. Nichts geschieht. Gates: "Hmm, gut, das ist lustig." Das Publikum lacht, einige klatschen. Dann will Gates ersatzweise ein paar Fotos vom PC zeigen, drückt auf seine Fernbedienung, wartet, drückt – nichts. Keine Diashow. Nur ein paar Lacher.
So etwas wird Gates wohl nie mehr durchmachen müssen. Der Microsoft-Gründer zieht sich im Sommer vom Tagesgeschäft zurück. Er spricht morgen zum zehnten und wohl letzten Mal beim Auftakt der CES. Hier hat er schon Windows Vista und die Microsoft-Konsole Xbox vorgestellt - aber auch Flops wie den iTunes-Killer Urge.
Microsoft-Uhren und Kritzel-Computer - SPIEGEL ONLINE bilanziert Bill Gates’ Technik-Versprechen.
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