Von Konrad Lischka
Das Betriebssystem mit dem etwas sperrigen Namen "Windows CE 2.0" sollte vor zehn Jahren in etwa das schaffen, was man heute dem iPhone nachsagt. Bill Gates versprach 1998 in seiner Eröffnungsrede der CES in Las Vegas: "Menschen wollen Informationen überall verfügbar haben, wo sie sind. Sie wollen sie auf kleinen Geräten haben – im Auto, auf drahtlosen Telefonen."
Die "Schlüsseltechnologie" dafür sei Windows CE, versprach Gates. Man habe das Betriebssystem völlig neu entwickelt, damit es "auf sehr kleinen Geräten" laufe, es sei "unglaublich flexibel".
Durchgesetzt hat sich die "Schlüsseltechnologie" dann langsamer als erhofft. Bei Smartphone-Betriebssystemen war im vorigen Jahr laut der Marktforschungsfirma Canalys Microsoft die Nummer drei. "Windows Mobile", der Ur-Enkel von "Windows CE", ist noch lange nicht so verbreitet wie Linux- und Symbian-Betriebsyssteme. Beim PocketPC sieht es viel besser aus für Microsoft. Trotzdem: Erfolg in einem Teilmarkt für Unterwegs-Geräte ist einer "Schlüsseltechnologie" nicht würdig.
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