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06.01.2008
 

Ab ins Büro

Microsoft stellt neues Mac-Office vor

Von Matthias Kremp

Auch Macs taugen für Büroarbeit. Das Softwarepaket Office Mac gehört seit Jahren zu den Bestsellern in der Apple-Szene. SPIEGEL ONLINE konnte bereits einen Blick auf die neue Version für 2008 werfen.

Die beste Nachricht zuerst: Wer sich schon mit Office auskennt, muss sich bei der neuen Version nicht umgewöhnen. Die meisten Befehle sind immer noch da, wo sie in der Vorgängerversion schon waren. Was dagegen sofort ins Auge sticht, ist die neue Optik. Runder und weicher ist die Oberfläche geworden. Ausflüge in die Menüleisten sind nur selten notwendig.

Eigentlich hätte das neue Bürosoftwarepaket schon viel früher herauskommen sollen. Geplant war die zweite Jahreshälfte 2007. Doch dann gab es offenbar ungeplante Verzögerungen und man beschloss, den Verkaufsstart auf 2008 zu verlegen. Zur Macworld Expo, die am 15. Januar eröffnet wird, ist es nun soweit und Mac-Anwender bekommen endlich eine an die neue Apple Hard- und Software angepasste Office-Version. Denn anders als das bisherige Mac-Office, das noch für Computer mit PowerPC-Prozessoren optimiert war, läuft die neue Version auch auf Intel-basierten Macs.

Die Formatierungsleisten des Vorgängers sind Vergangenheit. Stattdessen thront über den Dokumenten in Word, Excel und Powerpoint jetzt die sogenannte "Elements Gallery", die per Mausklick Funktionen und Objekte, wie etwa Tabellen und Grafiken, bereithalten. Ganz Apple-like werden die nicht einfach auf den Bildschirm geworfen, sondern sanft animiert eingeblendet. Da macht sogar das Zuschauen Spaß.

Genau das haben die Programmierer offenbar erreichen wollen. Indem sie die meisten Funktionen vor dem Anwender verbergen, haben sie die Benutzeroberfläche auf vergleichsweise wenige Elemente reduzieren können. Erst wenn man eine Funktion braucht, erscheint sie auch an der Oberfläche - und verschwindet ebenso einfach wieder. Merkwürdigerweise verbraucht ausgerechnet diese minimalistische Oberflächengestaltung relativ viel Raum, denn die Pictogramme der "Elements Gallery" sind ausgesprochen groß gehalten.

Offen für neue und alte Formate

Groß ist auch die Kompatibilität zur Windows-Plattform. Ebenso wie im Windows Office 2007 nutzt Microsoft auch in Office 2008 Open XML Dateiformate. Das fördert den problemlosen Dateiaustausch zwischen den Plattformen - sofern beide Seiten bereits die aktuellen Office-Versionen nutzen. Um zumindest eine Brücke zu schlagen, bietet Microsoft Hilfsprogramme wie den "Open XML File Format Converter for Mac" an, die das neue Format für alte Programme lesbar machen. Alternativ bietet Office 2008 die Möglichkeit, seine Daten direkt in diversen Alt-Formaten zu speichern.

Allen Office-Programmen gemeinsam ist die neue Grafikschnittstelle OfficeArt, die auch im Windows Office 2007 enthalten ist. Sie ermöglicht deutlich vielfältigere und vor allem hochwertigere Grafikmanipulationen und -Effekte als bisher. Schatten wirken weicher, Spiegelungen realistischer. Ebenfalls für alle Applikationen verfügbar sind sogenannte Automator Actions, automatisierte Abläufe, die dem Anwender Routinearbeiten abnehmen sollen.

Einige Beispiele, was man damit anfangen kann, liegen bei. So etwa ein Tool, das Word-Texte mithilfe der Mac-Stimm-Synthesizer in gesprochene Worte umwandelt und dann auf einen angeschlossenen iPod kopiert (leider funktioniert das bisher wohl nur mit englischen Texten).

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