"We'll be back soon": Apple-Fans wissen, was es bedeutet, wenn das US-Unternehmen seinen Online-Shop vom Netz nimmt, die Seite umbaut und baldige Wiederkehr verspricht - da ist was im Busch. Dass Apple derzeit einen ganzen Korb voll Neuigkeiten vorbereitet, war klar: Am 14. Januar beginnt die MacWorld Conference & Expo in San Francisco - traditionell die Bühne für Steve Jobs große Verkündigungen.
Eine lässt Apple nun überraschend schon vorab aus dem Sack: Das Unternehmen hat sein Programm an Servern und - interessanter - Mac-Pro-Rechnern kräftig frisiert. Heraus kam dabei der "schnellste Mac aller Zeiten", wie Apple vollmundig tönt.
Auf die Ausstattung der Rechner hätte vor kurzem wohl selbst die Nasa noch neidisch geschielt: Apple kombiniert zwei der neuen Quad-Core Xeon Prozessoren in 45-Nanometer-Technik zu einem 8-Kern-System. Um die Bedürfnisse von "Kreativprofis, 3D-Künstlern und Wissenschaftlern" aber auch richtig zu befriedigen, könnte man sich bis zu 32 GB Arbeitsspeicher, vier Terabyte Speicherplatz und bis zu vier Grafikkarten mit jeweils bis zu 1,5 GB internem Speicher dazu gönnen, wenn man will und sowieso gerade kein Auto kaufen wollte.
Bescheidenere Bedürfnisse befriedigt schon die Grundversion, die nach Angaben von Apple "bis zu doppelt so schnell" wie das Vorgängermodell sein soll: achtmal 2,8 GHz sorgen für den Datenstrom, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher verarbeiten, was da ankommt. Eine 320-GB-Platte und ATI Radeon HD 2600 XT mit 256 MB als Grafikkarte runden diese Basisausstattung ab. Zu haben ist der Spaß ab 2499 Euro - und zwar sofort.
Was dafür sorgen dürfte, dass man Apple nicht vergisst, so lange die CES in Las Vegas läuft: Apple nimmt dort nicht teil, stellt seine Neuigkeiten traditionell ausschließlich auf firmeneigenen Veranstaltungen vor.
Im letzten Jahr lief die Macworld Expo zeitparallel zur CES - und jagte ihr dank der Veröffentlichung des iPhones die Schlagzeilen ab. Auch die neue Mac-Pro-Reihe schien wie dazu gemacht, von Steve Jobs mit viel Brimborium aus dem Hut gezaubert zu werden. Ob die Veröffentlichung eine Woche vor der Hausmesse nun darauf zurückgeht, dass die Information nicht mehr geheim zu halten war, oder ob Jobs so viel im Hut hat, dass er Druck ablassen musste, wollte uns ein ziemlich fröhlicher Firmensprecher nicht verraten: "Da werden Sie sich überraschen lassen müssen."
pat
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