Der Trend zum Laptop hält an, keine Frage: Die meisten PC-Produktvorstellungen zur Cebit, die schon jetzt öffentlich werden, stellen mobile Rechner vor. Kein Wunder, verkauften sich laut Branchenverband Bitkom die Rechen-Flundern hierzulande im letzten Jahr doch erstmals besser als ihre stationären großen Brüder.
Wobei "Größe" längst ein sehr relativer Begriff ist: Technisch haben Laptops und Notebooks inzwischen alles zu bieten, was ein Heim-PC kann, und groß ist in der Regel nur der Preis - die Flach-PCs sind deutlich teurer. Jedenfalls dann, wenn sie als Tech-Boliden mit ihren Fähigkeiten protzen wollen.
Doch schon vor der Veröffentlichung von Asus EeePC hatte sich eine preiswerte Klasse von Notebooks etabliert, über die nur selten berichtet wird: Die Geräte findet man eher auf den Werbeseiten der PC-Zeitschriften, in den Prospekten von Discountern und selbst Baumärkten. Wer heute unbedingt einen Laptop erwerben, aber nicht zu tief in die Tasche greifen will, wird schon ab 450 Euro bedient. Immerhin: Vergleichbare PCs (1 GB Arbeitsspeicher, 80-120 GB Festplatte, ab 1,6 Ghz-CPU) gibts beim Schrauber schon ab 199 Euro. Fit für Internet und Office-Anwendungen sind solche Geräte allemal.
Relevant ist das, weil es durchaus für einen Trend steht: Immer mehr Nutzer entdecken, dass sie gar keinen PC-Boliden brauchen. Sie wollen einfache, bezahlbare Rechner, die alle grundlegenden Dinge beherrschen - nicht mehr. Darauf haben sich nun auch die Hersteller eingerichtet und machen entsprechende Angebote: "Easy Computing" oder "Simple PCs" könnten zu einem der ganz starken Trends des Jahres 2008 werden.
Traumgeräte einerseits, schicke, einfache Rechenknechte andererseits - beides findet sich in den ersten Produkt-Releases zur Cebit. Wir haben auf den folgenden Seiten Beispiele zusammen getragen.
Einfach, preiswert, edel: Teo-X
TEO-Rechner muss man nicht kennen: Die Produktlinie ist eine Entwicklung der deutschen christmann informationstechnik + medien GmbH aus Ilsede bei Hannover. Bisher war das Startup vor allem im Business- und Server-Bereich tätig und konnte dort mit besonders energiesparenden Modellen punkten - "Green IT" ist das Hauptthema der diesjährigen Cebit.
Auch die TEOs, was "Thin Economic Office" bedeuten soll, stehen in dieser Tradition: Abgespeckt auf das Nötige oder vom Kunden Gewünschte sollen sie "grün" sein, aber auch chic. Damit hat christmann bereits Erfahrung: Bisher bot die Firma nur einen Rechner für den Publikumsmarkt an - den "Manuscriptum Rechner Nr. 1", der über Manufactum verkauft wird. Zur Cebit wagt christmann nun eine eigene Simple-PC-Produktreihe - quietschebunt von gediegen Schwarz bis Barbie-kompatibel Rosa.
Die Einfachst-PCs laufen unter Ubuntu-Linux und sind ab 299 Euro zu haben. Der Rest entscheidet sich am Konfigurator: Die Rechner sollen direkt per Webshop vertrieben werden, über das Innenleben entscheidet der Kunde. Teurer als rund 700 Euro wird es nie - dann hat das Ding aber auch schon eine Terabyte-Platte im Bauch und Windows XP Pro unterm Chassis.
Einfach-PCs, die nicht aussehen wie vom Grabbeltisch? Wir meinen: trendverdächtig.
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