Dass der "Phobot" ein ängstliches Kerlchen ist, könnte auch an seiner Größe liegen - das größtenteils aus Lego-Mindstorms-Bausteinen bestehende Maschinchen ist gerade mal so groß wie ein Schoßhund. Wenn der Phobot auf etwas trifft, das ihn erschreckt, zieht er seinen Robo-Kopf zurück und breitet ängstlich die Arme aus. In Wahrheit ist Phobot natürlich nicht ängstlich, weil er klein ist, sondern weil seine Schöpfer ihm das so einprogrammiert haben - zum Wohle ängstlicher Kinder.
Phobot: Neugierig, ängstlich, traurig - ein Roboter mit Gefühl
Später kann der Phobot seine Angst aber auch überwinden, indem er zuerst mit kleineren und dann allmählich größeren Robotern zusammenkommt. Auch andere Emotionen kann das Lego-Maschinchen ausdrücken, etwa Trauer. Dazu nutzt er unter anderem zwei über den orangefarbenen Augen angebrachte Antennen oder Augenbrauen, deren Winkel auf Comic-hafte Art und Weise dem emotionalen Ausdruck dienen kann. Im obigen Video führt Teammitglied Henriette Cramer das Gerät vor.
Der Miniroboter soll sich nicht nur niedlich erschrecken, er dient auch einem ernsten Zweck: Kindern, die an Phobien, also Angststörungen leiden, soll das Maschinchen beibringen, dass man sich zwar fürchten darf, dass Ängste aber auch überwunden werden können.
Den zweiten Platz im Wettbewerb belegte der "Pot Bot". Er überwacht Topfpflanzen und kann mit seinen Sensoren entscheiden, ob sie mehr Wasser oder Licht brauchen. Er wurde gemeinsam von der Carnegie Mellon University in den USA und dem Korea Advanced Institute of Science and Technology entwickelt.
cis/AP
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