Von Konrad Lischka
Iiiiigiit, was ist das denn? Der Fernsehschirm zeigt eine fleischfarbene, unebene Fläche mit weißen Pusteln und einem tiefen schwarzen Riss. Narbe? OP-Fernsehen? Mit dem TV-Mikroskop Eyeclops lassen sich am Fernseher solche witzigen Ratespiele veranstalten. Ein Forscher sitzt vorm Fernseher und verbirgt mit seinem Rücken, was er gerade mit dem Technikspielzeug 200-fach vergrößert. Die anderen raten. Darauf, dass die Fleischwunde der eigentlich sehr schicke Laminatboden ist, kommt so schnell sicher niemand.
Das Eyeclops-Mikroskop war im vorigen Weihnachtsgeschäft in den Vereinigten Staaten ein Verkaufsschlager. Und ausnahmsweise begeistert dieser Spielzeug-Bestseller auch Pädagogen. Das Fernsehmikroskop gewann einen Preis nach dem anderen. US-Psychologe Warren Buckleitner, der seit 24 Jahren Technikspielzeug für Kinder testet, schwärmte: "Das ist ein tolles Werkzeug, um die Welt zu entdecken. Das Gerät treibt Kinder an, draußen neue Entdeckungen zum Beobachten zu suchen."
In Deutschland konnte man das Gerät bislang nur über Umwege im Ausland kaufen. Im August ändert sich das, eine Spielzeugfirma vertreibt das Fernsehmikroskop in Deutschland, bei Online-Händlern kann man es schon vorbestellen. Ende August soll das Eyeclops erhältlich sein. Preisempfehlung: knapp 60 Euro.
Punktwüsten, Stofftäler, Ekelböden - SPIEGEL ONLINE hat vorab eines der ersten Fernsehmikroskope getestet.
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