Von Matthias Kremp
Anwender, die Probleme mit dem Service Pack 1 haben, stellen für Microsoft allerdings kein ernsthaftes Problem dar. Schwerer dürfte dagegen der Trend wiegen, dem eigentlich schon für tot und begraben erklärten Windows XP lebensverlängernde Maßnahmen angedeihen zu lassen. Eigentlich nämlich wollte Microsoft den Verkauf von XP am 30 Juni 2008 einstellen.
Um dem entgegenzuwirken, hat sich im Web bereits Widerstand formiert. Auf der Webseite savexp.com etwa ist eine Online-Petition ins Netz gestellt worden, die sich zum Ziel gesetzt hat, Microsoft zu längerer Treue zu Windows XP zu bewegen.
Doch solcher Mittel bedarf es möglicherweise gar nicht. Hilfe kommt vielmehr von den Hardwareherstellern. Vorreiter war Asus mit dem Lowcost-Laptop EeePC. Der ist aus Preisgründen mit so schlichter Hardware ausgestattet, dass es illusorisch wäre, darauf Vista zu installieren. Nachdem das Gerät deshalb anfangs mit Linux ausgeliefert wurde, ist auf der Cebit eine Windows-Variante angekündigt worden - natürlich mit Windows XP.
Und der EeePC ist beileibe kein Einzelfall. Etliche Hersteller sind auf den Zug aufgesprungen und versuchen, den Erfolg des EeePC mit eigenen, meist XP-basierten Billig-Rechnern zu kopieren. Ein Trend, der sich fortzusetzen scheint. Am Dienstag hat Intel eine neue Version seines Dritte-Welt-Laptops Classmate vorgestellt - natürlich mit Windows XP.
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