Ihr Arbeitsgerät gilt als hoffnungslos veraltet, aber die Verfassungsschutzbehörden von Bund und Ländern werden vorerst kein neues Computersystem bekommen. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat entsprechende Pläne, die das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) seit Jahren vorantreibt, mit sofortiger Wirkung gestoppt.
Wolfgang Schäuble: Entschied sich bei Nadis-neu für die Notbremse
Laut Bundesinnenministerium seien die für das bisher geplante System "Nadis-neu" bereitgestellten elf Millionen Euro bei weitem nicht ausreichend. Nun will das Ministerium ein bereits bestehendes Computernetz im BfV ausbauen und in zwei Jahren über weitere Pläne entscheiden.
"Nadis-neu" sollte den Zugriff sämtlicher Verfassungsschutzbehörden auf die Daten von Extremismusverdächtigen deutlich verbessern und dazugehörige Fotos oder Protokolle verwalten. Das bisherige Nachrichtendienstliche Informationssystem (Nadis) stammt noch aus den siebziger Jahren.
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