Von Konrad Lischka
Noch ein Trick von Wii-Hacker Johnny Chung Lee: Eine Zeit lang waren Datenhelme sehr modern, die auf Minimonitoren die Bilder eines virtuellen Raumes der Kopfhaltung und Blickrichtung des Brillenträgers anpassten. So entstehen räumliche Effekte: Die Darstellung dreidimensionaler Räume auf dem flachen Monitor muss sich mit der Blickrichtung perspektivisch korrekt ändern.
Lee schafft das ohne Datenbrille: Er legt den Controller der Wii-Konsole in eine Halterung vor den Monitor, auf dem ein dreidimensionaler Raum zu sehen ist (siehe Video unten).
Die Infrarotkamera in der Spitze des Controllers registriert, wo im Raum sich Infrarot-Leuchtdioden befinden. Leuchtdioden wie die in der Infrarotleiste der Wii-Konsole. Man könnte sich die einfach an eine Mütze kleben und auf den Kopf setzten, um Lees Experiment nachzuahmen. Die von ihm geschriebene Software, die das Testbild berechnet, verortet über die Infrarotkamera im Wii-Controller die Position der Infrarotleiste und passt das Bild perspektivisch korrekt an.
Im Demonstrationsvideo hält Lee die Infrarotleiste unter die filmende Kamera. Der Effekt: Die Gegenstände in Lees Testbild scheinen aus dem Fernseher in den Raum hineinzuragen.
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