Sie heißen "Rugged Notebook" oder "Toughbook" und sind seit rund sechs Jahren eine etablierte Geräteklasse: Extra stabile, widerstandsfähige mobile Computer für den wahrhaft harten Arbeitseinsatz.
Gestern stellte Japans Elektronikriese NEC in Tokio ein neues Modell vor: Das ShieldPRO FC-N22A soll auch Stürze aus einem Meter Höhe noch schadlos überstehen, seine Arbeit bei -20 wie bei +50 Grad noch zuverlässig erledigen. Wasser- und Staubdicht soll die Kiste auch noch sein - den Job, für den man so etwas braucht, will man gar nicht wirklich haben.
Erhältlich ist der Tablet-PC-Winzling im Zwölf-Zoll-Format für recht stolze 2.800 Euro ab nächstem Monat, zunächst allerdings nur in Asien und Australien, der Rest der Welt soll folgen. Dafür bekommt man einen Rechner mit kleinem Core-Duo-Prozessor (zweimal 1,06 GHz) und mageren 512 MB Speicher, mehr ist noch nicht bekannt. Viel Geld für wenig Rechner, aber das ist typisch für die Geräteklasse: Wer nicht nur auf Laptops steht, sondern gern auch mal drauf stehen möchte, muss halt tiefer in die Tasche greifen.
Duck Dich, EeePC!
Gar nicht tief in die Tasche greifen muss man für die neue Geräteklasse der abgespeckten Elementar-Laptops nach dem EeePC-Muster. Der wurde von Asus im Herbst vergangenen Jahres offensichtlich so verfrüht auf den Markt geworfen, dass die Firma die Nachfrage bis zum April 2008 nicht decken konnte. Inzwischen ist der 300-Euro-Winzling zwar lieferbar, hat aber auch reichlich Konkurrenz bekommen, die in den vergangenen Monaten versuchte, die Versorgungslücke im von Asus eröffneten Markt zu füllen.
Und sie hat zum Teil sogar mehr zu bieten. Neu auf dem deutschen Markt ist nun der One A 120, der dem EeePC in jeder Hinsicht verblüffend ähnelt, das Gerät von Asus aber noch einmal um 50 Euro unterbietet: 249 Euro kostet die Kiste aktuell bei One.de. Kleiner als bei Asus fällt dabei nur der interne Speicher aus, was aber durch USB-Sticks oder Flash-Karten für kleines Geld abgepuffert werden kann: Ab Importeur vorinstalliert sind nur zwei Gigabyte (Asus: 4 GB).
Bisher läuft der Mini-Rechner unter Windows XP, bietet ansonsten Openoffice und in Sachen Software sonst gar nichts: Das macht den One zur Reiseschreibmaschine oder Surfstation für die Couch, denn W-Lan ist natürlich integriert. Interessanter dürfte das noch werden, wenn Importeur One das Versprechen wahr macht, den Kleinrechner wie den EeePC auch mit Linux anzubieten: Das dürfte die Preisschwelle für diese ultramobile Geräteklasse dann endgültig auf 200 Euro oder darunter drücken.
pat
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