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Überwachung Total Ein Arbeitstag im Leben des Herrn L.

7. Teil: 17.20 - Beginnender Ausklang des Arbeitstages, Tête-à-Tête am Telefon

DPA

Als er wieder ins Büro zurückkommt, ist L. beschwingt. So beschwingt, dass er seine heimliche Geliebte anruft und mit ihr ein spontanes Kurztreffen nach Feierabend ausmacht, "nur für eine halbe Stunde".

Direkt im Anschluss ruft er seine Frau an und sagt ihr, dass es heute ein bisschen später wird, Überstunden. Beide Anrufe, also Nummer, Zeitpunkt und Dauer, werden von der internen Telefonanlage seines Unternehmens erfasst. Weil L. aber weder ein hochrangiger Manager ist noch mit Unternehmensgeheimnissen zu tun hat, ist es unwahrscheinlich, dass jemand diesen Verbindungsnachweis auch tatsächlich einmal auswertet.

Außer, man möchte L. irgendwann loswerden. Mit dem, was man über ihn weiß, könnte ein robuster Personalchef L. vielleicht sogar überreden, von sich aus zu kündigen - oder doch zumindest die Abfindung ganz erheblich drücken.

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insgesamt 33 Beiträge
sumcocan 06.06.2008
leider nichts neues. wenn auch mit weniger technik gibt es diese (wenn auch nicht sooo lückenlose) überwachung bereits seit anfang der 90er jahre in einigen firmen. speziell amerikanische konzerne sind da schon sehr früh sehr [...]
leider nichts neues. wenn auch mit weniger technik gibt es diese (wenn auch nicht sooo lückenlose) überwachung bereits seit anfang der 90er jahre in einigen firmen. speziell amerikanische konzerne sind da schon sehr früh sehr hoch entwickelt gewesen.
Janu 06.06.2008
Die wohl treffendste Bemerkung dazu von einem Vertreter der Detektiv-Wirtschaft (aus der gestrigen Sendung von Maybritt Illner): Die von Detekteien typischerweise überwachten Mitarbeiter reflektieren in hoher Regelmässigkeit [...]
Die wohl treffendste Bemerkung dazu von einem Vertreter der Detektiv-Wirtschaft (aus der gestrigen Sendung von Maybritt Illner): Die von Detekteien typischerweise überwachten Mitarbeiter reflektieren in hoher Regelmässigkeit die Korruptheit ihrer, die Überwachung beauftragenden, Vorgesetzten. Schöner lässt sich das wohl kaum sagen.
tl-hd 06.06.2008
Auch auf SPON nicht: http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,540768,00.html ...und der entsprechende Thread dazu: http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=3475
Zitat von sumcocanleider nichts neues.
Auch auf SPON nicht: http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,540768,00.html ...und der entsprechende Thread dazu: http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=3475
Admiral G 06.06.2008
Wieso wird immer der Eindruck erweckt es geht beim Datenschutz nur darum die kleinen dreckigen Geheimnisse zu bewahren? Es geht nicht darum den Anruf der Geliebten vor der Ehefrau zu verbergen oder den Aufruf von Pornoseiten [...]
Wieso wird immer der Eindruck erweckt es geht beim Datenschutz nur darum die kleinen dreckigen Geheimnisse zu bewahren? Es geht nicht darum den Anruf der Geliebten vor der Ehefrau zu verbergen oder den Aufruf von Pornoseiten während der Arbeit! Es geht darum die Freiheit zu bewahren und Macht zu begrenzen. Die Totale Überwachung kommt der totalen Herrschaft gleich. Überwachung ist Unterdrückung und Beeinflussung ähnlich wie Propaganda. Es heißt nicht umsonst "Wissen ist Macht". Die Überwacher streben nach Macht.
jungle4 06.06.2008
wir brauchen viel weniger Mensch, und viel mehr Funktion im Büro. Alles Menschliche ist ja entsetzlich. Jede Menschliche Regung kostet den Arbeitgeber ja immens viel Geld. So eine Schande. Dass die Mitarbeiter das nicht einsehen [...]
wir brauchen viel weniger Mensch, und viel mehr Funktion im Büro. Alles Menschliche ist ja entsetzlich. Jede Menschliche Regung kostet den Arbeitgeber ja immens viel Geld. So eine Schande. Dass die Mitarbeiter das nicht einsehen wollen, und sich mal nicht langsam in Therapie begeben, um sich alle menschlichen Regungen wegmachen zu lassen ist kaum hinnehmbar, den der finanzielle Schaden ist ja immens. Mann, Mann Mann!!!! Schlimm ist sowas, so viel Menschlichkeit. Jeder muss doch einsehen, das Menschsein stört!! Ja, es ist erfolgshinderlich! Das menschliche gehört sowieso auf den Sondermüll, da es ja nicht nur weder Rendite bringt, sondern auch noch bei der Renditeentwicklung stört! Und was stört muss beseitigt werden, das kennen wir aus dem kai-zen. Also, ran an die Arbeit: Weg mit der Menschlichkeit! im Jahresabschluss kann dann für die Aktionäre unter Anmerkungen entschuldigend vermerkt werde: Leider sind unsere mitarbeiter noch Menschen, aber wir sind bemüht im Sinne unserer Aktionäre auch diesen Fehler alsbald zu beseitigen. Neue Geschäftsidee! : Festplattenspeicherplatz kann man schon vermieten. Jetzt NEU! Personalvermittlung war einmal, Gehirnfunktionsvermittlung!. Sie vermieten einfach Ihre Gehirnkapazitäten an einen Arbeitgeber! Business-Angels gesucht! ;-)))))
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