Von Konrad Lischka
Solche wenig intuitiven Methoden zur Zeitumstellung scheinen bei Alltagstechnik die Regel zu sein. Detlef Zühlke, Informatiker, Ingenieur und Leiter des Zentrums für Mensch-Maschine-Interaktion am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz, berichtet in seinem Buch über das Mensch-Technik-Dilemma "Der intelligente Versager" von einem Versuch mit elektronischen Steckdosen-Schaltuhren zur Licht- bis zu Aquariensteuerung.
Ein Student ließ 16 Testpersonen drei verschiednen Modelle testen. Sie sollten eine Einschaltzeit für das Wochenende einstellen. Ergebnis laut Zühlke: "Die Probanden benötigten bei der am schlechtesten bewerteten Schaltuhr sage und schreibe zwischen 11 und 15 Minuten für diese simple Aufgabe. Und auch bei der am besten bewerteten waren es noch zwischen vier und sechs Minuten." Und das bei einem Gerät, das die Uhr nicht als Nebenbei-Funktion integriert, sondern ausschließlich zur Zeitumstellung da ist.
Jede Uhr hat eine eigene, nicht-intuitive Bedienlogik
Zühlkes Fazit: "Als Kunde fragt man sich, wieso sich die Industrie nicht auf einige wenige Grundprinzipien der Handhabung elektronischer Geräte wie zum Beispiel eine einheitliche Zeiteinstellung einigen kann."
Oder zumindest auf ein paar unterschiedliche, aber dafür intuitiv erfassbare Methoden - das Phänomen Uhr gibt es ja nun schon wirklich einige Zeit.
Versteckte Einschaltknöpfe, verwirrende Anleitungen, verrückte Automaten - in der Reihe "Fehlfunktion" stellen wir in loser Folge Technik-Ärgernisse vor, die Millionen nerven. Schicken Sie uns Ihre Anregungen mit einer kurzen Begründung. Am besten per E-Mail .
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