Von Torge Löding, San José
Den deutschen Journalisten Matthias Knecht und seine Familie begrüßte der costa-ricanische Karibikort Punta Uva mit paradiesischen Zuständen, als sie im Jahr 2005 hierherzogen. Nur einem Familienmitglied gefiel es nicht: Dem neuwertig in der ehemaligen Schweizer Heimat erstandenen Macintosh iBook G4. Kaum war ein Jahr vergangen, blieb der Monitor schwarz.
Problem und Schuldiger waren schnell erkannt: Ein defektes Motherboard, das unter der tropischen Luftfeuchtigkeit litt. Dabei hatte Knecht Vorkehrungen getroffen, seinen Rechner lagerte er neben dem Akkordeon seiner Frau Anna in einem eigens angefertigten Trockenschrank - luftdicht mit installierter Glühbirne. "Die Konstruktion war effektiv, mein nagelneues Schweizer High-Tech-Barometer maß darin zehn Prozent weniger Luftfeuchtigkeit als außerhalb", berichtet Knecht.
Keine sechs Monate nach der ersten Messung war das Barometer allerdings auch dahin, von Tropenrost zerfressen und von der Feuchtigkeit außer Gefecht gesetzt. Überhaupt litt der Hausstand der Knechts arg. Die Gitarre verzogen, das Akkordeon verschimmelt, der Verschleiß von Akkus, Taschenlampen und Elektrogeräten erschreckend.
Luftfeuchtigkeit, Ameisen, Wespen und Stromausfälle - Computer sind kaum Karibik-kompatibel. SPIEGEL ONLINE zeigt, worunter Technik in Costa Rica leiden muss.
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