Von Joe McNally
Als Student wollte ich immer gern W. Eugene Smith sein, ein legendärer "Life"-Mitarbeiter, perfekter Fotojournalist und Wegbereiter des Foto-Essays. Außerdem war er etwas verrückt.
Das war offensichtlich, als er zu einem Vortrag an der Syracuse University erschien und ein Glas Milch und ein Glas Wodka vor sich aufs Rednerpult stellte. Beides war nach dem Vortrag alle. Er antwortete auf Fragen, ich saß in der ersten Reihe und las jedes Wort von seinen Lippen ab.
"Mr. Smith, ist das vorhandene Licht das einzig gute Licht?", war die Frage.
Er beugte sich zum Mikrofon. "Ja", sagte er mit tiefer Stimme. Pause.
Uns alle durchlief ein Schauer. Das war’s! Kein Blitz mehr! Das Licht Gottes oder keines!
Dann sprach er weiter. "Damit meine ich jedes &*%%@$ Licht, das irgendwie vorhanden ist."
So weit, so gut.
So machen Sie dieses Foto: Diese Außenaufnahme entstand in Jaipur, Indien, mit lediglich dem vorhandenen Licht auf dem Festival des Lichts. Ich arbeitete mit einem 180-Millimeter-Objektiv bei f/2.8. Der weiche Schein durch den Schleier kommt nur von den Kerzen.
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