Berlin - Das Bundesumweltministerium will das Krebsrisiko von Tonerstaub aus Computerdruckern erneut prüfen lassen. "Eine Forschungsstudie zum Thema ultrafeine Stäube ist in Vorbereitung und soll noch in diesem Jahr gestartet werden", sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag auf AP-Nachfrage. Nach herrschender wissenschaftlicher Meinung seien weitere Untersuchungen nötig.
Am 12. November soll zum Thema Tonerstaub eine Anhörung im Umweltausschuss stattfinden. Auch die Deutsche Krebshilfe hat sich laut "Neue Osnabrücker Zeitung" dafür ausgesprochen, bei der Ursachenforschung von Krebs die Rolle von Tonerstaub verstärkt zu untersuchen. Rund zwei Drittel aller Krebskrankheiten seien auf äußere Risikofaktoren zurückzuführen.
Bereits vor über einem Jahr hatten Tests ergeben, dass der Toner mancher Farb-Laserdrucker zu hohe Konzentrationen von gesundheitsgefährdenden Stoffen enthält. Tonerstaub kann nicht nur beim Drucken, sondern auch beim Wechsel der Kartuschen in die Raumluft gelangen. Fachleute raten zu besonderer Vorsicht beim Umgang mit Laserdruckern, so lange eine Gesundheitsgefahr nicht ausgeschlossen werden kann. Dazu gehört zum Beispiel eine gute Belüftung der Räume und die Vermeidung von Hautkontakt mit Tonern.
AP/pat
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Netzwelt | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Tech | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH