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Großformat-Drucke im Test Die schönsten Fotodrucke auf Leinwand

9. Teil: printeria - Kauftipp Funktionalität

Der Anbieter printeria druckt wie Fotokasten auf alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Die äußerst übersichtlichen Seiten bieten gleich die Offline-Gestaltung und den Download der selbst programmierten DigitalprintLab 3 Software an. Damit begann der Wahnsinn: Die Software installiert zunächst Webwide Publisher Netinstall mit 46 MB, dazu Digital Printlab 3 mit 129 MB Datenmenge und Microsoft.net Framework.

Die Software möchte denn auch einen 2 GHz Dual Core und 1024 MB Arbeitsspeicher im Rechner finden. Das ist momentan ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen, dennoch lief die Software auch auf dem alten Mini-Laptop mit 512 MB Arbeitsspeicher sehr ordentlich.

printeria: gute Farben, etwas zu dunkel, Glanzreflex im Haarbereich
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printeria: gute Farben, etwas zu dunkel, Glanzreflex im Haarbereich

Printeria zeigt mit der Bildbearbeitungs- und Upload-Software, was möglich ist: Das moderne Design erinnert an Photoshop Lightroom und die Sony Playstation, die Bearbeitung ist elegant und die Möglichkeiten insgesamt so umfangreich, dass in vielen Fällen eine eigene Bildbearbeitungssoftware nicht mehr benötigt wird.

Dazu kommt die Möglichkeit, mehrere Layer von Bildern, Texten und Grafikelementen durch Drag und Drop übereinander zu arrangieren. Die Möglichkeiten inspirierten so, dass wir gleich Schriftfonts und einen Kussmund als Ikon aus den Clip Arts hinzufügten. Mit diesen hilfreichen Werkzeugen macht Printeria eine Menge Punkte gut. Vorbildlich.

Das einzige Problem: Wir hatten ein Motiv im 3:2-Format angeliefert – zurück kam wie bei Aldi eines im 4:3-Format. Das schaut weniger gut aus, zumal die Hersteller auch nicht exakt den Rahmeninhalt aufzogen, den wir bei der Bearbeitung zu sehen geglaubt hatten.

Der Frauenhut verlor sich im Rahmenumschlag, während unser Clip-art-Aufdruck am unteren Rand dümpelte. Abgesehen von diesen motivabhängigen Geschmacksfragen zeigte das Printeria-Bild die realistischste Farbwiedergabe des gesamten Testfeldes. Gerade die Hauttöne überzeugten. Die gesamte Bildanmutung – nicht nur das Format – entspricht der bei Aldi, nur ist das Printeria-Bild deutlich schärfer. Es liegt in der Region von myphotobook und pixum. Da das Gesamtbild aber leicht verkleinert ist, wirkt die Schärfe etwas höher.

Der Eindruck liegt nahe, dass Aldi und Printeria den selben Hersteller haben, was auch der billig wirkende Keilrahmen zu bestätigen scheint – eventuell reduziert ja Aldi beim Software-upload die Datenmenge und so auch die Auflösung. Bei Printeria mit der ausgebufften Software ist das anders – hier bekommen die Bastler ein ungeschöntes Bild. Wer weiß, was er will, bekommt ansprechende Ergebnisse, allein der Kontrast könnte höher sein. Auch glänzt der Gesichtsbereich der Frau, wenn auch nur dieser, bei schräger Betrachtung.

Der Farbauftrag ist wischfest, nur bei harter Beanspruchung platzt Farbe ab. Die Bespannung war etwas amateurhaft ausgeführt, die aufgetackerte Leinwand bildete Wüls te, stand an einer Ecke sogar etwas über. Printeria liegt preislich im Mittelfeld, bezahlt wird per Rechnung – Kauftipp Funktionalität.

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