Dass Jobs künftig gar nicht mehr auf der Bühne stehen will, bedeutet die Ankündigung nicht. Nur bei der MacWorld Expo 2009, die vom 5. bis 9. Januar in San Francisco stattfinden wird, soll ein anderer seinen Platz auf dem Podium einnehmen: der fürs internationale Marketing zuständige Vice President Philip Schiller. Ab 2010 soll die MacWorld Expo dann ganz ohne Beteiligung des Unternehmens stattfinden, um dessen Soft- und Hardware-Produkte es dort geht.
Messen seien für den Kundenkontakt nicht mehr so wichtig für das Unternehmen, wurde der Schritt begründet. Schon immer hatte sich Apple in dieser Hinsicht im Vergleich zur Konkurrenz sehr zurückgehalten. Auf der weltgrößter Computermesse Cebit in Hannover etwa ist Apple schon seit vielen Jahren nicht mehr vertreten, auch die wichtige Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas lässt Apple stets aus.
Die legendären Auftritte von Jobs, der stets im schwarzen Pullover auf die Bühne tritt, um Produktneuerungen wie das iPhone oder das Macbook Air vorzustellen, sind damit jedoch nicht aus der Welt: Bei eigenen Veranstaltungen wird der Konzernchef wohl weiter ins Rampenlicht treten.
Im zu Ende gehenden Jahr hatte es immer wieder Gerüchte über den Gesundheitszustand von Jobs gegeben, der vor einigen Jahren eine Krebserkrankung überwunden hatte. Analysten interpretieren die Ankündigung als schlechtes Zeichen, im "Wall Street Journal" wurde über eine bevorstehende "Machtverschiebung" im Hause Apple diskutiert. Die Aktien des Unternehmens fielen teilweise um mehr als fünf Prozentpunkte, bei Börsenschluss in New York stand Apple 3.66 Prozentpunkte im Minus.
cis
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