Liebe Kinder, schaut ab und an mal in Eurem Schulranzen nach. Es könnte sein, dass Eure Eltern Euch nicht trauen oder übervorsichtig sind, und das Ortungsgerät iNanny der Firma Leoworx in Eurer Tasche versteckt haben.
Damit können Mama und Papa seit Februar überwachen, ob sich der liebe Nachwuchs gerade dort aufhält, wo er sein sollte. Wenn sich die Überwachten zu schnell bewegen oder am falschen Ort befinden, sendet iNanny den Eltern eine Not-SMS. Und falls die Sprösslinge eingeweiht sein sollten, was für ein Gerät sie da mit sich herumtragen, können sie im Notfall auch selbst den Alarm auslösen.
iNanny soll Schutzbefohlenen mehr Freiräume verschaffen und dennoch für ihre Sicherheit garantieren. Das ist sicher sinnvoll, wenn Papa mit Vornamen Barack heißt, elf Milliarden Euro auf der Bank hat oder dank eines Mafia-Zeugenschutzprogramms schon den dritten Nachnamen. Doch gleichzeitig könnten chronisch misstrauische Eltern oder Paranoiker das Ortungssystem auch missbrauchen, um ihren Sprösslingen hinterher zu spionieren.
Aber wenn iNanny auch nur das Verschwinden eines Kindes verhindern kann, nimmt man das gerne in Kauf. Nur eines sollte hier absolut klar sein: Eine vertrauensbildende Maßnahme ist das nicht, wenn man so etwas heimlich gegen die eigenen Kinder einsetzt.
Anmerkung: Das Unternehmen Leoworx ist auf der Cebit nicht mit einem eigenen Stand vertreten. Nach Angaben des Geschäftsführers Ralf Kiehne wird iNanny Interessenten in persönlichen Gesprächen vorgestellt.
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