Von Jürgen Rink und Sascha Steinhoff
In der Bildqualität hat die Digitalfotografie inzwischen mit der Analogfotografie gleichgezogen, bei der Archivierung steht dieser Schritt noch aus. Noch ist es für die langfristige Archivierung immer noch Erfolg versprechender, Bilddaten auf Analogfilm ausbelichten zu lassen, als darauf zu hoffen, dass jemand das digitale Bildarchiv alle 5-10 Jahre auf die dann jeweils aktuelle Software und Hardware aktualisiert. Während ein analoges Bildarchiv auch ohne Eingriffe längere Zeiträume weitgehend unbeschadet überstehen kann, braucht ein digitales Bildarchiv permanente Pflege, sonst droht der Verlust aller Bilder auf einen Schlag.
Der große Vorteil von digitalen Daten liegt in der Reproduzierbarkeit und der Abkoppelung von Information und Datenträger. Doch anders als beim Fotoalbum aus Papier erfordert das digitale Album regelmäßige Pflege, damit es die Jahrzehnte übersteht. Unabhängig vom Medium empfehlen wir die Kontrolle der Daten alle drei Jahre - das ist ein Kompromiss aus größtmöglicher Datensicherheit und möglichst geringem Pflege-Aufwand. In diesem Zeitfenster ist man außerdem sicher, nicht vom technischen Fortschritt in Form neuer Medien, Schnittstellen und Lesegeräte überrollt zu werden.
Gefunden in: c't Magazin für Computertechnik special Digitale Fotografie ( Special-Heft bestellen) © c't Heise Zeitschriften Verlag, Hannover.
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