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Satte Rabatte Windows 7 bald bestellbar

Microsoft will alte Fehler nicht wiederholen: Ab Mitte Juli nimmt der Konzern Vorbestellungen für Windows 7 entgegen, will offenbar möglichst schnell möglichst viele Exemplare der neuen Software unters Volk bringen. Das Lockmittel: kräftige Preisnachlässe.

München - Erst im Oktober wird das neue Windows in den Handel kommen, bestellen kann man es schon in wenigen Wochen. In einer Vorverkaufsaktion könnten sich Kunden in Deutschland ab 15.7. die "Home Premium"-Version für 50 Euro sichern, meldet das Unternehmen am Donnerstag in München. Wer vor der offiziellen Markteinführung am 22. Oktober einen PC mit der Vorgängerversion Windows Vista kaufe, erhalte vom (morgigen) Freitag (26.6.) an ein kostenloses Update. Dabei fällt nur eine Bearbeitungsgebühr an, die vermutlich unter zehn Euro liegen soll. Bis Ende des Jahres sollen die Vollversionen zudem zu reduzierten Preisen erhältlich sein. Wie viel das System ab 2010 kosten wird, teilte Microsoft nicht mit.

Zum Verkaufsstart im Oktober werden für die "Home Premium"- Version für Privatnutzer rund 120 Euro fällig, die "Professional"- Variante kostet 285 Euro, "Ultimate" rund 300 Euro. Ab Anfang 2010 seien die Preise höher, erklärte das Unternehmen, ohne Details zu nennen. Auch zur 50-Euro-Aktion nannte es keine Einzelheiten - der Verkauf erfolge "so lange der Vorrat reicht".

Trotz der Rabatte sind die Preise für ein Windows-Update immer noch höher als beim Rivalen Apple: Dort kostet die Aufrüstung des mittlerweile rund zwei Jahre alten Betriebssystems Mac OS X 10.5 Leopard auf das künftige Mac OS X 10.6 Snow Leopard 29 Euro - unabhängig vom Kaufdatum.

Microsoft liefert die neue Software in der Europäischen Union zunächst ohne seinen Browser - den Internet Explorer - aus, um im laufenden Wettbewerbsverfahren nicht mit der Europäischen Kommission aneinanderzugeraten. Selbst wer ein Update erwirbt, muss daher aus technischen Gründen das System neu installieren.

Mit Windows erwirtschaftete Microsoft im Geschäftsjahr 2008 rund ein Drittel seines Gesamtumsatzes von 60 Milliarden Dollar. Das Betriebssystem des Softwaregiganten läuft schätzungsweise auf 90 Prozent aller Personal Computer weltweit. Experten sehen in den Rabatten für Windows 7 eine Reaktion von Microsoft auf die Erfahrungen mit Windows Vista. Die Einführung dieses Betriebssystems vor rund drei Jahren lief eher schleppend. Vor allem viele Unternehmen und Großorganisationen verzichteten auf dem Umstieg auf Windows Vista und nutzten weiterhin ältere Versionen wie Windows XP.

mak/dpa

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