Experten sprechen von einer "distributed coordinated attack". Denn der Angriff auf die Internetseite muss nicht nur koordiniert sein, er muss auch von zahlreichen verschiedenen Rechnern aus erfolgen.
Andernfalls hat der angegriffene Server meist leichtes Spiel: Erkennt er, dass ein bestimmter Rechner massiv auf das Angebot zugreift und auf diese Weise den Zugriff für andere Kunden erschwert, kann der Server die Adresse des Angreifers relativ einfach blockieren. Weitere Attacken sind erst einmal nicht möglich, der Verkehr rollt wieder normal.
Kommen die Angriffe dagegen von einer Vielzahl von fremden Rechnern, kann jede einzelne Attacke als normaler Zugriff getarnt werden. Für die Software, die den Server vor derartigen Angriffen schützen soll, wird es nahezu unmöglich zu erkennen, dass überhaupt versucht wird, den Server lahm zu legen.
In Zeiten, in denen immer mehr Computer dauerhaft am Netz hängen, wird es für Hacker zunehmend leichter, Rechner für derartige Angriffe zu missbrauchen. Denn viele Computer verfügen nicht über die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen, die sie vor einem Missbrauch schützen könnten.
Auch die Software wird immer raffinierter. CERT hat bereits vor Programmen gewarnt, die es jedem nur "halbwegs intelligenten Vandalen" möglich machen, mittels eines Computers und eines Internetanschlusses eine "distributed coordinated attack" zu starten.
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