Samstag, 21. November 2009

Netzwelt



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03.07.2009
 

Olympus E-P1

Spiegelreflex-Zwerg knipst ohne Spiegel

Von Konrad Lischka

2. Teil: Gewicht, Größe, Technik - kleines Gehäuse, leichte Objektive

Auf den ersten Blick sieht die E-P1 wie eine etwas größere Kompaktkamera. Die Olympus ist nicht so zierlich wie die Panasonic LX3: Vielleicht etwas für die Jacken-, ganz sicher nichts für die Hosentasche. Aber im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera oder auch einer Micro Four Thirds wie der Lumix G1 wirkt die E-P1 angenehmen leicht und klein. Mit der Olympus in der Hand läuft man ein, zwei Stunden durch die Stadt, ohne dass sie stört.

Natürlich kommt es auf ein paar Gramm Gewicht nicht an. Aber man schleppt unterwegs ja nicht nur das Kameragehäuse, sondern auch Objektive mit. Und da zeigt sich sehr deutlich der Vorteil des Kamerasystems Micro Four Thirds, nach dem die E-P1 gebaut ist: Die Objektive sind kleiner und leichter als vergleichbare Spiegelreflexobjektive. Die E-P1 wiegt mit einem Dreifach-Zoom-Objektiv (kleinbild-äquivalente Brennweite 28 bis 84 mm) ein halbes Kilo und ist mit eingefahrenem Zoom 8,5 cm tief.

Eine Spiegelreflex wie die Nikon D40 wiegt mit vergleichbarer Brennweite (Tamron 28-75 mm F/2,8) ein gutes Kilo und ist mit eingefahrenem Objektiv doppelt so tief. Wer mit der E-P1 zu Fuß unterwegs ist, kann ohne Mühe neben dem Standardzoom vielleicht auch noch ein Weitwinkelobjektiv zum Wechseln mitnehmen - ein erheblicher Vorteil, zumindest für Menschen mit Rückenschmerzen. Was nützt einem ein wunderbares Weitwinkelobjektiv, wenn man es bei langen Wegen morgens doch nicht einpackt?

Dank zwei Tricks sind Gehäuse und Objektive bei Micro Four Thirds kleiner und leichter als bei Spiegelreflexkameras: Die Hersteller verzichten auf den Spiegel, der Spiegelreflexkameras den Namen gibt und das durchs Objektiv einfallende Licht zum Sucherbild bündelt und in den Sucher wirft.

Bei Micro-Four-Thirds-Kameras sieht man das digital aufbereitete Bild des Fotosensors. Außerdem ist der Four-Thirds-Fotosensor von Kameras wie der E-P1 kleiner (2,24 Quadratzentimeter) als die Sensoren im APS-C-Format (3,28 Quadratzentimeter etwa bei der Canon EOS 350D), die in digitalen Spiegelreflexkameras verbaut werden (siehe Kasten unten).

FOTOTECHNIK-FACHBEGRIFFE

Konrad Lischka
Klicken Sie auf die einzelnen Begriffe, um die Definitionen zu lesen

Brennweite

Blendenöffnung

Verschluss-/Belichtungszeit

Schärfentiefe

Sensorgröße

Lichtempfindlichkeit / ISO-Wert

Megapixel

Bildrauschen

Die E-P1 ist also technisch ein Kompromiss zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras.

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