Von Matthias Kremp
Web-Dienste unter Beschuss
Obwohl Microsoft in den vergangenen Jahren viel Zeit und Geld investiert hat, um Sicherheitslücken in seinen Programmen auszumerzen, sollten Anwender sich nicht vor böswilligen Angriffen sicher fühlen, warnt Associated Press. Denn statt wie bisher die Rechner der Anwender direkt zu attackieren, nutzen Daten-Phisher und Wurm-Programmierer zunehmend Online-Communities wie MyPal oder webbasierte Dienste von Anbietern wie Google und Yahoo als Vehikel, um Daten auszuspähen oder Schaden auszurichten.
Online im Flieger: Mit Connexion bald nicht mehr?
Adobe macht’s mit Google
Oder ist es doch andersrum und Google macht’s mit Adobe? Wenn ein Windows-Anwender künftig den kostenlosen Shockwave Multimedia-Player beim Grafikspezialisten Adobe herunter lädt, bekommt er die Google Toolbar gleich mitgeliefert. Den Deal hat sich Google offenbar einiges kosten lassen. Wie viel sagt man nicht. Nur so viel, dass es eine "signifikante Summe" sei, berichtet "Sci-Tech Today". Der Gartner-Analyst Jeffrey Mann sieht darin bereits ein Muster. Offenbar versucht Google sich auf diese Weise eine Hintertür zum Internet Explorer 7 aufstoßen zu wollen. Dieses Update des Microsoft-Browsers wird nämlich ab Werk den Microsoft-eigenen MSN-Suchdienst voreingestellt haben. Durch Download und Installation des Google-Toolbar wird hingegen Googles-Suchmaschine wieder in den Vordergrund gerückt.
Keine Connexion mehr?
Wie "engadget" mit Bezug auf das "Wall Street Journal" vermeldet, erwägt der Flugzeughersteller Boeing seinen Service für In-Flight-Internet-Zugänge, Connexion, einzustellen. Zu gering sein das Interesse der US-Airlines. Zudem seien kaum Passagiere bereit die Gebühren für den Online-Zugang im Flugzeug zu zahlen. Vorerst suche man noch nach einem Käufer oder weiteren Partnern. Sollte diese Suche jedoch erfolglos bleiben, werde an den Service einstellen, so "engadget". Damit wäre der erste Versuch, das Internet in die Luft zu bringen, nur sechs Jahre nach seinem Start gescheitert. Schlimm wär’s wohl nicht, denn andere Firmen arbeiten bereits an Alternativen, die ohne teure Satelliten, wie bei Connexion, auskommen.
Toshiba bringt HD-DVD-Recorder
Während die Schlacht um das DVD-Nachfolgeformat längst noch nicht entschieden ist, verbucht Toshiba einen weiteren Punktsieg. Nachdem das Unternehmen bereits bei den Abspielgeräten in Vorlage gegangen ist, stellte der Elektronik-Konzern nun den ersten HD-DVD-Rekorder vor. Laut "Newsfactor" soll das RD-A1 genannte Gerät ab kommendem Monat zu einem Preis von rund 2700 Euro in Japan erhältlich sein. Ein stolzer Obolus. Dafür erhält der Käufer ein Terabyte (1000 Gigabyte) Festplattenspeicher, was ausreichen soll, um rund 130 Stunden HDTV aufzunehmen. Der integrierte HD-DVD-Brenner kann ein- und zweischichtige Rohlinge beschreiben, also bis zu 230 Minuten hoch auflösendes Fernsehen aufzeichnen. Darüber ob und wann diese Wunderwaffe für Heimkino-Fans es bis nach Deutschland schaffen wird, schweigt sich der Hersteller bislang aus.
Toshiba legt was drauf
Wieder einmal haben die Marktbeobachter von "isuppli" ihre Taschenrechner aus der Schublade hervorgeholt. Jetzt haben sie ausgerechnet was Toshibas HD-DVD-Player HD-A1 seinen Hersteller kostet. Das Ergebnis: Allein die Materialkosten sollen 674 US-Dollar betragen. Zusammenbau, Verpackung und Versand kommen da noch hinzu. Die Zahlenwälzer von "isuppli" werten dieses Ergebnis als "ungewöhnlich", berichtet "Reg Hardware". Diese Einschätzung ist verständlich. Schließlich geht der Player in den USA zu einem Listenpreis von 499 US-Dollar über den Ladentisch, der Händlereinkaufpreis dürfte also nochmals deutlich niedriger liegen. Weshalb Toshiba diese Kosten auf sich nimmt meinen die Redakteure von "Reg Hardware" allerdings auch schon ausgemacht zu haben: Sonys Playstation PS3, die ab November zu Preisen zwischen 499 und 599 US-Dollar inklusive Blu-ray-Player in den Läden stehen soll. Toshiba, so die Einschätzung der Autoren, habe schlicht klarstellen wollen, wer zuerst da war. Und das kann man sich ja auch mal was kosten lassen.
1024 x 768 liegt vorne
Die Meldung des Tages: Nach einer Untersuchung der Web-Analyse-Firma "OneStat.com" nutzen die meisten Internet-User Bildschirm-Auflösungen von 1024 mal 768 Pixel (XGA) und mehr. Damit hat das alte Standard-Format 800 x 600 (SVGA) endgültig ausgedient und kann aufs Altenteil geschickt werden, wo das grobpixelige alte VGA schon seit langem auf Gesellschaft wartet. Immerhin: Nach Ansicht von "OneStat.com" ist diese Erkenntnis für Webdesigner wichtig. Die entwickeln Websites angeblich immer noch so, dass sie auf olle SVGA-Bildschirme passen. Also: Bitte sofort aufhören damit.
Sieben Schritte
Es gibt ja einige alte Witze die mit Einleitungen beginnen wie: "Wie viele XXXXXXXX (hier eine beliebige Randgruppe einfügen) braucht hat man, um einem Glühbirne zu wechseln?" Zu dieser Riege gesellt sich nun auch Windows Vista hinzu. Denn die Antwort auf die Frage "wie viele Schritte muss man ausführen, um eine Verknüpfung vom Desktop zu löschen?" fördert die höchst erschreckende Antwort "Sieben" zutage. Die Antwort im Einzelnen gibt’s bei "Gizmodo" im Cache.
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