45 Gigabyte im Jahr Menschen produzieren riesigen digitalen Schatten

Bits über Bits: Jeder Mausklick, jeder Einkauf und jeder Anruf erzeugt Datensätze, die gespeichert werden. Nach Berechnungen von Marktforschern brauchen diese Nutzerdaten doppelt so viel Speicherplatz wie Digitalfotos, E-Mails oder Texte, die ein Mensch pro Tag abspeichert.


Menschen produzieren mit dem Einsatz digitaler Technik einen riesigen und stetig wachsenden Datenberg: Tausende MP3-Songs, Digitalfotos und Videoclips landen auf den Festplatten heimischer Computer. Die Datenspeicher sind mittlerweile Hunderte Gigabyte groß. Doch die Dateien sind nur ein Teil jener digitalen Informationen, die der moderne Mensch von heute erzeugt - und die auch gespeichert werden.

Der Mensch und sein Schatten: Immer mehr Daten werden gespeichert
DDP

Der Mensch und sein Schatten: Immer mehr Daten werden gespeichert

Die Marktforschungsfirma IDC spricht vom "digitalen Schatten" und meint damit den passiven Beitrag, den jeder Mensch täglich zum Informationswachstum leistet. Das sind zum Beispiel jene Daten, die bei der Benutzung einer Kreditkarte oder eines Handys entstehen, gespeicherte Websuchen, Gesundheitsdaten oder digitale Aufzeichnungen von öffentlichen Kameras.

Der digitale Schatten jedes Einzelnen sei mehr als doppelt so groß wie die Informationsmenge, die wir täglich aktiv durch digitale Fotos, PC-Arbeit oder E-Mail-Versand erzeugen, ergab eine IDC-Studie für das auf Informationsmanagement und -speicherung spezialisierte Unternehmen EMC. Auf der Webseite von EMC zeigt ein Ticker an, welche Datenmenge aktuell weltweit gespeichert ist. Die 20-stellige Zahl (Stand 18. März 2008) steigt permanent an.

Wie es dort heißt, wächst derzeit die digitale Informationsflut jährlich um 60 Prozent und wird bis 2011 rund 1800 Exabyte (1,8 Zettabytes) erreichen. Ein Exabyte sind eine Milliarde Gigabyte. Dies entspreche einer Verzehnfachung der Datenmenge gegenüber 2006. Statistisch gesehen habe 2007 jeder Erdenbewohner einen "digitalen Fußabdruck" mit einer Kapazität von 45 Gigabyte im Informationsuniversum hinterlassen.

hda/AP



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