Apples neue iMacs Aufpoliert und aufgebürstet

Apple mag das "Computers" aus dem Firmennamen gestrichen haben, aber noch immer ist das Unternehmen aus Cupertino auch ein PC-Hersteller. Damit man das bei allen iPods und iPhones und Apple-TVs nicht vergisst, präsentierte Apple am Dienstag frisch runderneuerte iMacs - und mehr.


Was Apple-Chef Steve Jobs am Dienstag in relativ kleinem Rahmen in Cupertino präsentierte, kam nicht wirklich überraschend. Im Mittelpunkt der Vorstellung neuer Produkte standen die aufpolierten iMac-Rechner, die erste Pflege der Produktlinie, seit Apple im September 2006 die ersten Rechner mit Intel-Chips vorstellte. Denen bleibt Apple natürlich treu. Geschraubt haben die Entwickler und Designer des Unternehmens vor allem am Innenleben und an der Gestalt der Rechner, sowie am Preis: Das 24-Inch-Modell kostet nun rund 200 Dollar weniger als zuvor.

Apple bestätigte mit den nun vorgestellten Produkte fast alle vorab kursierenden Gerüchte über neue Online-Dienste, überarbeitete Software und neue iMacs und Tastaturen. Die Einzelheiten: Vor allem schlanker sind sie geworden, die iMacs. Und weil Apple immer auch für Design steht, wurde nicht Plastik, sondern gebürstetes Alluminium und Glas verbaut. "Der Rechner wirkt edel", urteilten die Beobachter von Macnews.

Und grundsätzlich groß: Das bisher verkaufte 17-Inch-Modell gehört nicht mehr zur Produktpalette. Los geht es nun bei 20 Inch. Das kleinste der drei Modelle verfügt über einen 2 Ghz-Core 2 Duo-Prozessor, eine 250-GB-Festplatte und kostet rund 1200 Dollar plus Steuern. Preislich erreicht man die Oberkante bei rund 1800 Dollar, wofür man ab sofort einen 24-Inch-iMac mit 2,4 Ghz-Core 2 Duo-Prozessor und 320 GB Festplattenplatz erhält. Alle drei Rechner, von denen die mittlere Ausstattungsvariante 1500 Dollar kosten soll, sind mit schnelleren Grafikkarten als bisher ausgestattet.

Fans, die auch eine Pflege der Laptop-Baureihen erwartet hatten, wurden enttäuscht. Statt dessen stellte Apple eine ganze Reihe an Software-Neuerungen vor. Zu den überholten und durch neue Features ergänzten Programmen zählt vor allem das iLife-Paket.

Optimiert wurde unter anderem die Verbindung zwischen der Software und anderen Apple-Produkten, wie bei den Videofunktionen mit Apple-TV, mit dem Online-Service .mac und dem kürzlich eingeführten iPhone. Video- und Fotofunktionen wurden erweitert, und damit .mac-Nutzer daran auch richtig Spaß entwickeln können, wurde das im Preis des Onlineservice eingeschlossene Datenvolumen erweitert: .mac bietet seinen Nutzern nun 10 GB Web-Speicherplatz und ein Datenübertragungsvolumen von 100 GB im Monat.

Nicht nur aufgebohrt, sondern wirklich neu ist die in iWorks integrierte Tabellenkalkulation Numbers. Damit bietet Apple nun eine Alternative zum Microsoft-Programm Excel. Das Bürosoftwarepaket trägt wie die anderen vorgestellten neuen Programme bereits die Jahresbezeichnung 08. Für Apple-Fans ist das nur logisch, denn sie sehen die Firma aus Cupertino grundsätzlich der Zeit voraus.

Die Nase vorn hat Apple tatsächlich in Bezug auf den geschäftlichen Erfolg: Umsätze und Gewinne wuchsen in den letzten Jahren exponentiell, und auch auf dem Rechnermarkt behauptet sich Apple besser als der Branchendurchschnitt. Immer noch aber liegt der Marktanteil hier bei weltweit knapp unter 5 Prozent, was Jobs nur zu gern ändern würde. Das neue Rechnerportfolio, rechtzeitig vor Beginn des im IT-Markt traditionell umsatzstärksten vierten Quartals auf den Markt gebracht, soll dazu beitragen.

pat/dpa/rts



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Seite 1
M. Michaelis 07.08.2007
1.
Zitat von sysopSteve Jobs stellt jetzt in der Apple-Zentrale neue Mac-Produkte vor. Was sollte Apple endlich besser machen - iMacs, Onlinedienste, iPods? Womit rechnen Sie? Oder halten Sie Apple-Gerüchte generell für Unsinn?
Die Gerüchteküche wird zunehmend unzuverlässig. Überfällig sind die iMacs die ein Facelift nötig hätten. Auch der Leistungsumfang des .Mac Dienstes wäre angesichts des hohen Preises verbesserungsbedürftig. Bei den Mobilrechnern fehlt derzeit eine Gerät im Subnotebookbereich.
rainer_schnaps 07.08.2007
2. Vielleicht etwas weniger Schleichwerbung...?
Allen, die dem Apple-Konsumhype nicht vollkommen kritiklos gegenüber stehen, sei folgender Artikel ans Herz gelegt: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/413/99314/
Sphynx, 07.08.2007
3.
Ich tippe auf neue iMacs - da gabs schon genug Anzeichen dafür. Und ich tippe auf neue iPods - da hat sich schon seit langem gar nichts mehr getan - und da war es bisher viel zu ruhig. @rainer_schnaps: Hier gehts nicht um den Apple Hype, also weiß ich nicht was der link hier soll.
ca1244, 07.08.2007
4. Apple Hype ?
Also ich verstehe ehrlich gesagt weder Sie, noch den Artikel in der SZ. Zugegeben ich bin ein Apple User, habe ein MacBook Pro und zwei iPods, aber wird hier denn jemand gezwungen etwas zu kaufen ? Wenn Sie die Produkte nicht gut finden oder zu teuer ist doch gar kein Problem, dann kaufen Sie sich eingach etwas anderes, daß sind die Gesetze des Marktes und hat nichts mit iKapitalismus zu tun. Und mal ganz nebenbei, ich aboniere die SZ und kenne eine Journalisten des SZ Magazins persönlich, die arbeiten doch mit Mac's, was soll der Unfug also.
spot x 07.08.2007
5.
Zitat von ca1244Also ich verstehe ehrlich gesagt weder Sie, noch den Artikel in der SZ. Zugegeben ich bin ein Apple User, habe ein MacBook Pro und zwei iPods, aber wird hier denn jemand gezwungen etwas zu kaufen ? Wenn Sie die Produkte nicht gut finden oder zu teuer ist doch gar kein Problem, dann kaufen Sie sich eingach etwas anderes, daß sind die Gesetze des Marktes und hat nichts mit iKapitalismus zu tun. Und mal ganz nebenbei, ich aboniere die SZ und kenne eine Journalisten des SZ Magazins persönlich, die arbeiten doch mit Mac's, was soll der Unfug also.
Als ob es eine objektive und unbeeinflußte Kaufentscheidung gäbe. Die "Gesetze des Marktes" werden von Marketing, Suggestion und Hype bestimmt und nicht unbedingt von der Vernunft. Sonst gäbe es sicher nicht so viele angebissene Äpfel in der Welt.
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