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Aufgebohrt: Opera-Browser jetzt mit BitTorrent

Der norwegische Opera-Browser lebte stets von dem Ruf, echte Browser-Innovationen immer als Erster eingeführt zu haben. Jetzt prescht Opera mit der Integration von BitTorrent vor.

O wie Opera: Die Norweger stilisieren sich gern selbstironisch als "Super"
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O wie Opera: Die Norweger stilisieren sich gern selbstironisch als "Super"

BitTorrent gilt als wohlmöglich schnellste P2P-Software, aber noch immer auch als recht umständlich: Per Browser oder E-Mail muss man sich zunächst Torrent-Dateien suchen, mit deren Hilfe man dann per BitTorrent-Client einen "Tracker" findet, der wiederum weiß, von wem man die eigentliche Datei beziehen kann. Jetzt integriert Opera als erster Browser-Entwickler das in jeder Hinsicht umstrittene P2P-Protokoll.

Die Norweger sehen zurecht "zahlreiche legale Anwendungen" und wollen auch ihre eigenen Produkt-Updates künftig per Torrent verteilen. Das ist eine deutliche Distanzierung von der ja wohl häufigsten Nutzung von BitTorrent, der illegalen Verteilung von Filmen im Netz. Obwohl BitTorrent von immer mehr Unternehmen für legale Zwecke eingesetzt wird, gehen die Lobbyverbände der Entertainmentindustrie in den letzten Monaten vermehrt gegen Torrent-Webseiten und -Nutzer vor.

Die Integration von BitTorrent dürfte die Attraktivität des Opera-Browsers noch einmal deutlich erhöhen. Opera gilt bei fast allen Browser-Innovationen der letzten Jahre als Vorreiter, hat daraus bisher aber wenig Kapital schlagen können. Obwohl die letzte Version Opera 8 sich bereits wenige Tage nach ihrer Veröffentlichung als "Millionen-Seller" erwies, hat auch das an den Marktanteilen wenig geändert. Opera liegt hier relativ stabil bei drei Prozent.

Die Norweger bezeichnen die letzte Woche erstmals vorgestellte Browserversion 8.02 als "Technology Preview" und weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Programm zu Testzwecken, nicht aber als vollwertiger Browser heruntergeladen werden sollte.

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