Darpa Urban Challenge US-Universität gewinnt Roboterrennen

100 Kilometer in sechs Stunden ohne Fahrer: Das Roboterauto eines Wissenschafler-Teams von der Carnegie Mellon University gewann das Darpa-Rennen in einer kalifornischen Wüstenstadt. Die US-Militärbehörde spendiert den Siegern zwei Millionen Dollar Preisgeld.


Der schwarze Chevrolet-Geländewagen hat einen Kreisverkehr passiert, eine Stadt unfallfrei durchfahren und 100 Kilometer in sechs Stunden geschafft – beachtliche Leistung für ein computergesteuertes Gefährt. Mit dem "Boss" getauften Chevrolet hat ein Team von Wissenschaftlern das Roboterautorennen "Darpa Urban Challenge" in Kalifornien gewonnen.

Zweiter wurde das Team von der Stanford University, den dritten Platz holten die Bastler der Virginia Polytechnic Institute and State University (Virginia Tech). Ausgetragen wurde das Rennen von der Forschungsbehörde des US-Verteidigungsministeriums (Darpa). Der Test-Parcours erwies sich als tückenreich, ein Roboterauto krachte in ein Haus, ein anderes kollidierte mit einem anderen Wagen.

Für das Sieger-Team von der Carnegie Mellon University hat sich das Rennen gelohnt. Die Darpa spendiert ihnen nun zwei Millionen Dollar Preisgeld.

Fernziel des Pentagons ist die Entwicklung von Robotern, die Kriege ohne Menschen führen. Bis 2015 soll ein Drittel der Geländefahrzeuge der US-Streitkräfte robotergesteuert sein. Dabei soll die Technologie der Renn-Teams helfen: Anders als in den vergangenen Jahren, als die Teilnehmer den Ausbau ihrer Fahrzeuge selbst finanzieren mussten, gibt die Darpa heute zehn Teams jeweils bis zu einer Million Dollar. Im Gegenzug sichert sie sich das Recht zu, einen Teil der für die Roboterautos entwickelten Technologie zu nutzen.

lis/ap



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